In Kirchhundem sieht das Internet noch ziemlich mau aus

An Verteilerpunkten laufen zahlreiche Glasfaserkabel zusammen. Der Kreis Olpe möchte bis 2019 alle Haushalte mit 50-Mbit/s-Leitungen ausrüsten.
An Verteilerpunkten laufen zahlreiche Glasfaserkabel zusammen. Der Kreis Olpe möchte bis 2019 alle Haushalte mit 50-Mbit/s-Leitungen ausrüsten.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Der Kreis Olpe möchte bis 2019 alle Kommunen im Kreis mit mindestens 50 MBit/s ausstatten. Vor allem in Kirchhundem ist das Netz bisher langsam.

Kreis Olpe.. Landrat Frank Beckehoff wird auf der Kreis-Homepage wie folgt zitiert: „Eine gute Breitbandversorgung ist ein ganz entscheidender Standortfaktor.“ Das Problem ist derzeit, dass es eine umfassende und schnelle Versorgung nicht gibt.

Es ist aber das Ziel des Kreises, flächendeckendes Internet mit mindestens 50 Mbit/s bis 2019 zu garantieren. Ein Ziel, das teuer ist. Das Verlegen von Glasfaser kostet pro Kilometer rund 70 000 Euro. Investitionskosten vor denen die Netzbetreiber in etlichen Bereichen zurückschrecken.

Serie Deswegen hat der Kreis Olpe in enger Absprache mit den Städten und Gemeinden Anfang des Jahres einen Förderantrag gestellt. Dieser wurde auch angenommen. Der Bund investiert mehr als sechs Millionen Euro, NRW rund 4,9 Millionen. Aktuell läuft ein Vergabeverfahren für den geplanten Breitbandausbau im Kreis.

Aktuelle Bauarbeiten

Doch auch aktuell finden Bauarbeiten statt – mit Zustimmung des Landes NRW. Bis Dezember sollen beispielsweise in Olpe-Kernstadt, Rüblinghausen, Lütringhausen, Dahl-Friedrichsthal, Neuenkleusheim und Sondern 23 Kilometer Glasfaser verlegt werden.

Derzeit verfügen 46,3 Prozent der Haushalte im Kreis über eine Verbindung von mindestens 50 Mbit/s. Anfang Mai waren es 41,8 Prozent.

Unterdurchschnittlich versorgt ist neben Finnentrop vor allem Kirchhundem. Nicht einmal drei Prozent der Haushalte haben dort eine 50-Mbit/s-Leitung.

Ein Breitband-Atlas ist hier zu erreichen: KLICK