„In Hünsborn gibt's nicht ein Haus, das nicht betroffen ist“

Tennisballgroß war der Hagel, der am Sonntag in Hünsborn für zahlreiche Schäden sorgte, Dächer und Fenster durchschlug und Autos demolierte.
Tennisballgroß war der Hagel, der am Sonntag in Hünsborn für zahlreiche Schäden sorgte, Dächer und Fenster durchschlug und Autos demolierte.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach dem Hagelschlag im Kreis Olpe - Solardächer, Fenster und viele Autos wurden zum Teil schwer beschädigt.

Hünsborn..  „Es gibt in Hünsborn nicht ein Haus, das nicht betroffen ist“, berichtet Dorothee Weber und sprach von teilweise heftigen Schäden nach dem schweren Hagelschlag vom Sonntag.

Und es seien durchaus nicht nur einige wenige Dachpfannen durchschlagen worden. Bei einem Gebäude sei die verschieferte Wetterseite „total zertrümmert“. Der Hagel - „teilweise groß wie Tennisbälle“ - habe Solaranlagen zerstört, Fenster eingeschlagen, Autos zum Teil schwer beschädigt.

Allerdings hätten viele Hünsborner sofort zur Selbsthilfe gegriffen, seien auf die Dächer gestiegen und hätten Dachpfannen teils selbst ausgetauscht, weil zu befürchten war, dass durch die Löcher der Regen ins Haus kommt. Ein Problem sei auch, dass viele derzeit in Urlaub seien.

Sie selbst möchte künftig ein solch unangenehmes Naturerlebnisse nicht noch einmal haben.

Die heimischen Versicherungsagenturen haben derweil alle Hände voll damit zu tun, die Schäden aufzunehmen und einer schnellen Regulierung zuzuführen. „Der räumliche Schwerpunkt liegt im Bereich Wenden/Hünsborn“, bestätigte Anne Judt von der Provinzial Geschäftsstelle Dirk Rumpff in Olpe Dorothee Webers Ausführungen, „wobei Kfz-Schäden mit bisher rund 30 gemeldeten Fällen den Schwerpunkt ausmachen“. Es gibt aber auch einige Schäden in Olpe. Und gestern liefen immer noch Schadensmeldungen auf.

Das gilt auch für Allianz Hauptvertretung Rudolf Franzes in Attendorn, wie Susanne Berels bestätigte. „Bei uns liegt der Schwerpunkt der Schadensmeldungen auf dem Bereich Kirchhundem/Brachthausen sowie auch Fretter“, berichtet die Innendienstmitarbeiter. Und auch hier sind es überwiegend Kfz-Schäden, die aufgenommen und reguliert werden müssen. „Hagelschäden sind Teilkaskoschäden“, führt Susanne Berels aus. Dabei muss der Versicherungsnehmer die vereinbarte Selbstbeteiligung übernehmen. Hagelschäden an Kraftfahrzeugen werden immer begutachtet. Das wird in einigen Tagen an zentralen Sammelstellen geschehen, über die die Versicherungen ihre geschädigten Kunden informieren werden. Schäden an Immobilien werden in der Regel von der Gebäudeversicherung abgedeckt - wenn diese das Risiko Hagelschlag beinhaltet. Susanne Berels: „Viele alte Policen enthalten das Risiko nicht. Das sollten Versicherungsnehmer einmal überprüfen“.