In drei Jahren ist schnelles Internet im Kreis Olpe die Norm

Kreis Olpe..  Bis 2018 soll Internetnutzern auch im Kreis Olpe eine Geschwindigkeit von 50 Mbit/s zur Verfügung stehen. Nur die Frage der Technologie ist noch nicht entschieden. Das machte gestern Stefan Glusa, Geschäftsführer der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen, deutlich.

Glasfaser leistungsfähiger

Im Kreis Olpe soll über die Weiterentwicklung des Breitbandausbaus im ersten Halbjahr 2015 entschieden werden. Das sei das „herausragende Infrastrukturthema der nächsten Jahre“ hatte Landrat Frank Beckehoff in der letzten Sitzung des Kreistages betont. Dass der Kreis selbst dafür Geld in die Hand nehmen muss, ist Beckehoff klar.

Allein werde der Kreis die Kosten aber nicht stemmen können, sagte Glusa gestern auf Nachfrage. Deshalb werde man wohl auch andere Infrastrukturanbieter mit ins Boot nehmen.

Auf jeden Fall soll im Kreistag im ersten Halbjahr entschieden werden, „wie in den nächsten Jahren den Herausforderungen einer flächendeckenden und hoch leistungsfähigen Breitbanderschließung sowohl technologisch als auch organisatorisch und konzeptionell begegnet werden kann“, so der Landrat in seiner Haushaltsrede.

Die TKG erarbeitet derzeit eine Agenda zum Thema. Darin geht es auch um die Mitverlegung von Leerrohren bei (Straßen-)Baumaßnahmen oder die oberirdische Verlegung von Leitungen, die schnelles Internet möglich machen. Technik der Wahl ist das Glasfaserkabel, weil es „deutlich leistungsfähiger als Funk ist“, so Glusa. Obwohl auch über Funk durchaus 20mbit zu erreichen seien.

Jedenfalls versuche die TKG natürlich, überall wo gerade gebaut wird, Kabel mit zu verlegen. Das gelte gerade dann, wenn es für die großen Anbieter zu wenig zeitlichen Vorlauf gibt. Bis zum Anschluss des letzten Hauses an Glasfaserkabel werde es aber wohl noch Jahrzehnte dauern.

Im Kreis Olpe, der bei der Versorgung mit 50mbit/s rein statistisch das Schlusslicht der als Gesellschafter an der TKG beteiligten Kreise ist, steht Kirchhundem sozusagen auf Platz 1 der Kommunen, die schnell auf einen besseren Standard gehoben werden sollen. Allerdings habe hier die Telekom Ausbauabsichten, so Glusa. „Das muss man nicht noch zusätzlich fördern.“

Bedarfsmeldung erwünscht

Unternehmern und Bürgern, die mit der Versorgung unzufrieden sind, verweist Glusa auf die Homepage der TKG (www.tkg-swf.de). Dort kann man über den Link „Bedarfsmeldung“ Vorschläge machen wenn man mit der Versorgung nicht zufrieden ist.

Gesellschafter der TKG sind die Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und Soest, der Märkische und der Hochsauerlandkreis. Derzeit hat das Unternehmen 800 Kilometer Streckenlänge auf über 6000 Quadratkilometern Fläche in Südwestfalen in Betrieb.