In der Regel ist Grippe-Impfung gut verträglich

Attendorn..  Winterzeit ist Grippezeit. Wie der Winter steht die Virusgrippe in den Startlöchern, um uns mit Husten, Schnupfen, Fieber und Gliederschmerzen zu malträtieren.

Damit das nicht passiert, raten Ärzte zu einer rechtzeitigen Grippeimpfung. Wir sprachen darüber mit dem Attendorner Allgemeinmediziner Dr. Egbert Viegener.

Warum sollte man sich gegen Grippe impfen lassen?

Dr. Egbert Viegener: Impfen lassen sollte man sich, um seine Mitmenschen und sich selbst vor einer übertragbaren Krankheit zu schützen bzw. die Komplikationen zu verringern. Zum besseren Verständnis bzw. um Missverständnisse zu vermeiden sollte und darf man die echte Virusgrippe, auch Influenza genannt, nicht mit einem normalen, in der Regel relativ harmlosen grippalen Atemwegsinfekt verwechseln.

Während ein grippaler Atemwegsinfekt in der Regel sich über einige Tage mit leichten Beschwerden, z.B. Kopf - und Gliederschmerzen, Kratzen im Hals, Schnupfen und Husten etc., ankündigt, beginnt eine echte Virusgrippe (Influenza) am häufigsten mit drei bis vier Hauptbeschwerden, die da sind: akuter und plötzlicher Beginn, hohes Fieber, meistens über 39,0° Celsius, trockener, schmerzhafter Husten und extreme Abgeschlagenheit mit ausgeprägtem Krankheitsgefühl.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die „Grippeimpfung“ ist eine Standardimpfung für Personen über 60 Jahre. Des Weiteren sollten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie zum Beispiel chronische Krankheiten der Atemwege ( inklusive Asthma und COPD), chronische Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes mellitus und andere Stoffwechselkrankheiten. Personen mit angeborenem und erworbenen Immundefekten., aber auch Bewohner in Alten- und Pflegeheimen, Personen mit erhöhter Gefährdung, z. B. medizinisches Personal, Personen mit umfangreichem Publikumsverkehr, Personen in Gemeinschaftseinrichtungen, HIV Infizierte, alle Schwangeren ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens auch ab dem 1 Trimenon, Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln etc. impfen lassen, also nahezu die meisten Mitmenschen.

Welche Risiken bestehen?

Lokale Beschwerden an der Einstichstelle wie Rötung, Schwellung, Schmerzen, sowie leichte grippale Symptome wie z.B. Kopf- und Gliederschmerzen etc., die in der Regel nach zwei bis drei Tagen ohne Behandlung wieder abgeklungen sind.

Des Weiteren seltener Fieber, Schüttelfrost, Hautreizungen, Indurationen etc. sowie in seltenen Fällen Erkrankungen wie zum Beispiel Neuritis, Enzephalitis, allergische Reaktionen, Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems etc. In der Regel ist die Impfung aber gut verträglich.

Wer sollte sich nicht impfen lassen?

Patienten mit Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder Komponenten, die als Spuren vorhanden sein können, wie zum Beispiel Hühnereiweiß, Formaldehyd, Gentamycin etc.. Bei Unklarheiten bitte den Hausarzt fragen.

Wann ist die beste Zeit für die Grippeimpfung?

Die beste Zeit ist Oktober und November, also vor der eigentlichen kalten Jahreszeit. Die Schutzwirkung des Impfstoffes ist innerhalb von zwei bis drei Wochen erreicht. Die Dauer der Schutzwirkung ist verschieden, sie beträgt üblicherweise sechs bis zwölf Monate.

Wer bezahlt die Impfung ?

Bei den oben genannten Personen (siehe Antwort auf Frage 2) die gesetzliche bzw. die private Krankenkasse.