In Arbeitsprozess einbinden

Matthias Heller, Manuela Hitzler und Johannes Uebbing (von links) bei der Arbeit in den Werkstätten
Matthias Heller, Manuela Hitzler und Johannes Uebbing (von links) bei der Arbeit in den Werkstätten
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Werthmann-Werkstätten in Meggen geben insgesamt 120 Menschen mit Behinderung die Chance, sich Stück für Stück dem „ersten“ Arbeitsmarkt anzunähern.

Meggen..  Mit viel Freude und Engagement sind Manuela Hitzler, Matthias Heller und Johannes Uebbing bei der Arbeit. Das Trio, das zu einem Team von 15 Mitarbeitern gehört, kennt sich mit Kartonagen und Verpackungen bestens aus. Den ganzen Tag werden in einer Gruppe der Werthmann-Werkstätten in Meggen kleine und große Kartons gefaltet. Von einem flachen Stück Pappe bis zur Fertigstellung sind insgesamt sieben Arbeitsschritte notwendig, doch nicht jeder der Arbeiter kann alle davon erledigen. Das ist aber kein Problem: „Wir haben ein tolles Betriebsklima hier und unterstützen unsere Kollegen gerne“, sagt Manuela Hitzler. Das spiegelt auch den Leitsatz der Werthmann-Werkstätten wieder: „Arbeit möglich machen“.

Fördern und fordern

Abteilungsleiterin Susanne Rüenauver erklärt eine der Aufgaben der Werkstätten: „Die Beschäftigten haben trotz ihrer Handicaps viele Fähigkeiten. Das Spektrum reicht von einfachen bis komplexen Arbeitsschritten. Für jede Arbeit gibt es einen bebilderten Arbeitsplan. Die Arbeit soll Spaß machen, fördern und fordern. Wir legen wert darauf, dass in der laufenden Produktion alle Mitarbeiter kontinuierlich beschäftigt sind. Wir achten darauf, dass jeder Mensch individuell nach seinen Fähigkeiten und Kenntnissen gefordert wird.“

Die Produktionsfelder der Werthmann-Werkstätten in der Abteilung Lennestadt sind primär auf Montage, Kommissionierung und Verpackung ausgerichtet. „Diese Tätigkeiten qualifizieren die Menschen mit Behinderungen für Arbeiten außerhalb der Werkstätten“, ergänzt Rüenauver.

In der Einrichtung werden Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben gefördert und ihnen somit ein angemessener Platz in der Gesellschaft gesichert. Speziell ausgebildete Fachkräfte begleiten heute mehr als 580 Menschen mit geistigen, körperlichen, psychischen oder mehrfachen Behinderungen in Attendorn, Lennestadt, Olpe und Welschen Ennest, 120 davon in Meggen.

Karitative Ausrichtung

Trotz der erschwerten Bedingungen verstehen sich die Werthmann-Werkstätten als ein moderner und kompetenter Partner. Qualität, Termintreue, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Leistung sind selbstverständlich und werden dabei mit einer karitativen Ausrichtung verbunden. Doch genauso wichtig wie die Prinzipien und Ziele, die sich die Werthmann-Werkstätten für sich selbst gesetzt haben, ist die Zusammenarbeit mit verlässlichen Geschäftspartnern.

Aber es gibt auch immer wieder neue Arbeitsfelder für die Mitarbeiter der Werkstätten. Unter dem Namen „ExAkt“ werden seit einiger Zeit auch Akten geschreddert.