Immer mehr Einbrüche ungeklärt

Kreis Olpe..  NRW scheint so etwas wie ein Schlaraffenland für Einbrecher zu sein. Jedenfalls besteht hierzulande für alle Bürger eine sechsmal so hohe Gefahr, Opfer eines Einbruchsdiebstahls zu werden wie in Bayern. Darauf macht der heimische Landtagsabgeordnete Theo Kruse aufmerksam.

So würden in Bayern 51 Einbrüche je 100 000 Einwohner verübt, in NRW 313. Zwischen 2010 und 2013 sei die Zahl der Einbrüche von 44 769 auf 54 953 angestiegen. 1980 waren es noch knapp 26 000. Damals seien noch rund 25 Prozent der Fälle aufgeklärt worden, 2013 nur noch 13,6 Prozent. Die Kampagne „Riegel vor“ der Landesregierung, mit der Bürger zu mehr Eigensicherung bewegt werden sollten, habe also keine messbaren Erfolge gehabt.

Allein mit Präventionsmaßnahmen werde man der Bandenkriminalität sicher nicht beikommen. Die Täter, so fordert es die CDU in einem entsprechenden Antrag, „müssen auch in NRW endlich wieder beweiskräftig überführt, verurteilt und - bei Ausländern - konsequent abgeschoben werden.“

Deshalb hält es der CDU-Kreisvorsitzende für dringend geboten, den Personalbestand der Polizei zu erhöhen und für eine aufgabengerechte Personalausstattung der Kriminalpolizei zu sorgen. Das sei keine Kritik an der Polizei, machte der MdL klar, dass die rot-grüne Politik im Mittelpunkt der Vorwürfe steht.

Keine Show-Aktionen

Der Innenminister solle auf reine Show-Aktionen wie den Blitz-Marathon verzichten, forderte Kruse, und sich auf wichtigere Dinge konzentrieren. Erforderlich sei eine Gesamtstrategie zur repressiven Bekämpfung von Straftätern anstatt „die Leistungsfähigkeit der Kriminalkommissariate durch immer neue Präventionskonzepte zu schwächen, die ausweislich der Polizeilichen Kriminalstatistiken bislang allesamt wirkungslos verpufft sind.“ Außerdem müsse mehr Polizeipersonal von Verwaltungsaufgaben befreit und für die tatsächliche Kriminalitätsbekämpfung eingesetzt werden. Es sei nämlich Aufgabe des Staates, „für ein hohes Maß an Sicherheit zu sorgen“.

Gleichzeitig müsse der Schutz der Polizeibeamten verbessert werden, fordert Kruse als innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Dazu seien auch Mini-Schulterkameras bestens geeignet. Sie könnten abschreckende Wirkung auf Angreifer ausüben und im Falle eines Übergriffs auf Polizisten dabei helfen, Angreifer beweiskräftig zu überführen. „Ich hoffe“, sagte der Abgeordnete, „dass Rot-Grün unsere Forderung nach einem entsprechenden Pilotversuch unterstützt.“