IG Metall: Gleiche Arbeit - gleiches Geld für Leiharbeiter
15.09.2008 | 19:15 Uhr 2008-09-15T19:15:42+0200Attendorn/Kreisgebiet. ...
... (pep) Bei der Kampagne der Industriegewerkschaft Metall "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld" geht es nicht, darum, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Bezahlung gleich zu stellen, sondern um eine gerechte Entlohnung von Leiharbeitern. Gestern machte der Aktionstruck auf seiner Rundreise durch die ganze Republik auf dem Attendorner Alten Markt Halt, um mit Unterstützung der heimischen Gewerkschafter mit dem IG Metall Bevollmächtigten Georg Keppeler an der Spitze, auf die Situation der Leiharbeiter hinzuweisen und um sie als Gewerkschaftsmitglieder zu werben.
Im industriell geprägten Kreis Olpe mit seinen rund 21 000 Arbeitnehmern in der Metall- und Elektroindustrie liegt die naturgemäß stets schwankende Zahl der Leiharbeiter zwischen 800 und knapp1 200, was einem Anteil von fünf Prozent entspricht. "Das liegt deutlich über dem Bundesschnitt von etwa drei Prozent", erklärte Keppeler, der die Leiharbeit "nicht grundsätzlich verbieten" will, ihre gesetzlich definierte Basis aber von vielen Arbeitgebern durch einen sehr hohen und langfristigen Einsatz von Leiharbeitern "ausgehebelt" sieht.
Diese verdienen erheblich weniger als ihre fest angestellten Kollegen, die die gleiche Arbeit verrichten, was laut Keppeler "nicht sein darf". Auch deshalb nicht, "weil man mit 1 000 Euro im Monat keine Familie ernähren kann". Ganz abgesehen von der später ebenfalls geringeren Rente. Das sieht Cirino Artino, Betriebsrat bei der Attendorner Firma Mubea, genauso. "Es gibt keine Arbeiter zweiter oder dritter Klasse", meint er und hat mit seinen Kollegen erreicht, dass der Leiharbeiteranteil bei Mubea gering ist.
Für Georg Keppeler ist Leiharbeit auch ein moralisches Thema: "Jeder weiß, dass das Einkommen von Leiharbeitern nicht ausreicht. Wer sie trotzdem beschäftigt, ist mitverantwortlich für ihre Situation heute und später".
21:39
Ich finde das ganz toll, dass sich Menschen für Menschen, die nur über eine Leihfirma Arbeit bekommen haben, hier bei MUBEA den Festangestellten bei der Bezahlung fast gleich gestellt wurden, mein Mann arbeitet für 1200 € monatlich in den Altbundesländern bei Leihfirmen, zwar bekam er regelmäßig bis heute sein Geld, aber die weite Wegstrecke und nur an Wochenenden zu Hause, mit 45 Jahren machte er noch einen guten Facharbeiterabschluss und dann für so wenig Geld, dehalb möchte ich mich als Frau von einem der Leiharbeiter für Ihr sehr gutes Arrangement bedanken.
07:04
Man kan davon nicht Leben. Deswegen Arbeite ich auch noch am Samstag und Sonntag auf 400Euro - Basis. Aber wie lange hält man das durch ? Dazu kommt das man für die Leihfirma 24 Stunden, 7 Tage und 4 Wochen im Monat zur verfügung stehen muss. Ach so. Was ist eigentlich mit den Sozialabgaben ? ich habe kaum Abzüge bei 1093 Euro Brutto im Monat. Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung, Soli Beitrag, und nicht das wichtigste zum schluss DIE RENTENVERSICHERUNG . Wovon soll ich im Alter Leben? Wer füllt auf dauer die Kassen des Staates??? Wir sind nicht der letzte Dreck. Wir werden nur so behandelt. Wie lange noch!!!