Horst Müller: „Für Olpe ist das die beste Lösung“

Olpes Bürgermeister Horst Müller (CDU)
Olpes Bürgermeister Horst Müller (CDU)
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Olpes Bürgermeister Horst Müller verteidigt die Entscheidung, Flüchtlinge in der ehemaligen Familienferienstätte Regenbogenland unterzubringen.

Olpe.. Horst Müller (CDU), seit 18 Jahren Bürgermeister in Olpe, verteidigt die Entscheidung, Flüchtlinge in der ehemaligen Familienferienstätte Regenbogenland unterzubringen. Nach dem Königsteiner Schlüssel käme ein Bestand von jährlich 350 bis 400 Menschen auf die Stadt zu. „Gegenwärtig haben wir 110 Flüchtlinge in städtischen Häusern und Containern untergebracht.“

Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) habe die Stadt für diese Anlage sensibilisiert. Müller: „Zunächst hatten wir abgeblockt. Was sollten wir mit der Anlage, die baulich teilweise in einem desolaten Zustand war?“ Ein Haus, das für die Unterbringung von 185 Leuten gebaut sei.

Nach einer Besichtigung der Familienferienstätte habe er Gespräche mit den Anwohnern geführt. „Wir haben sozusagen Öffentlichkeit hergestellt.“ Die Bezirksregierung Arnsberg habe sich bereit erklärt, die von der Stadt erworbene Immobilie anzumieten, wenn sie für die Belegung von 400 Personen ertüchtigt werden würde. „Nach unseren Planungen war dies mit der Änderung räumlicher Strukturen kurzfristig möglich.“ Das Regenbogenland biete alle Vorteile. Die Leitung des Deutschen Roten Kreuzes funktioniere, auch gebe es keine Sicherheitsprobleme. „Es schlafen 6 bis 10 Leute in den Zimmern“, so der 72-Jährige, „das haben wir früher auch in der Jugendherberge getan – und es gibt Aufenthaltsräume im Haus.“

Den Vorwurf, er habe mit der Einrichtung des Landes eine übermäßige Belastung des städtischen Haushalts verhindert, nehme er gerne zur Kenntnis. „All das ist mir 27 Mal lieber, als die Unterbringung in einer Turnhalle.“ Es werde immer eine Nachbarschaft geben, die nicht begeistert sei, wenn Flüchtlinge in ihrer Nähe untergebracht würden. Dass Ängste damit einhergingen, sei nachvollziehbar: „Ich habe Verständnis für die Sorgen der Anwohner. Für Olpe ist die Unterbringung der Flüchtlinge in dieser Unterkunft die beste Lösung.“