Helifreunde wollen auf Buchhagen abheben
10.02.2009 | 16:02 Uhr 2009-02-10T16:02:00+0100Das Verwaltungsgericht muss entscheiden, ob die Helifreunde Finnentrop das ehemalige Bundeswehrgelände nutzen dürfen.
Von Hubertus Heuel
Schöndelt. Die Helifreunde Finnentrop haben Klage gegen den Kreis Olpe erhoben.
Grund: Sie dürfen ihre Modellhubschrauber nicht auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände am Buchhagen oberhalb von Schöndelt starten lassen. Nun wird der Fall vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg verhandelt. Am 4. März ist ein Ortstermin auf dem Buchhagen. Die Kreisverwaltung hat den Helifreunden die Nutzung des Geländes mit der Begründung untersagt, es handele sich um ein Landschaftsschutzgebiet, in dem jedweder Modellsport unzulässig sei. Die Vereinsmitglieder können diese Argumentation nicht nachvollziehen, erläutert deren Vorsitzender Thomas Heimes (48) aus Deutmecke: „Unser Hobby stellt keinen gravierenden Eingriff in das Schutzgebiet dar.” Tatsächlich sind die Helifreunde seit langem auf der Suche nach einem geeigneten Standort, von dem aus sie ihre Hubschrauber in die Lüfte steigen lassen können. Bisher fliegen sie meist auf der Ennest zwischen Fretter und Ostentrop, doch durften sie 2007 für einige Monate auch die ehemalige Bundeswehrstellung auf dem Buchhagen nutzen. „Wir hatten schon alles im grünen Bereich”, berichtet Heimes. „Einen gültigen Pachtvertrag mit der Bundeswehr, die Zustimmung des Luftfahrtbundesamtes, auch die Gemeinde Finnentrop unterstützt uns.” Doch dann entzog der Kreis den Modellfliegern mit Hinweis auf den Landschaftsschutz die Genehmigung. An dieser Sicht der Dinge war zuvor bereits der Motocross-Club Finnentrop gescheitert, der auf dem Buchhagen eine Trainingsstrecke einrichten wollte. „Das hat mit dem Lärm zu tun”, so Kreisdirektor Theo Melcher. „Wenn wir da oben eine Aktivität zulassen, dann haben wir gleich die nächste Anfrage.” Tatsächlich verursachen auch die mit einem Gemisch aus Methanol und Öl betriebenen Modellhubschrauber ein monotones Surren auf hoher Frequenz. Allerdings liegt das nächste Dorf, nämlich Schöndelt, mehr als 500 Meter weit entfernt. Selbst als die Motocrossfahrer seinerzeit Trainingsfahrten auf dem Buchhagen absolvierten, waren die lauten Motorengeräusche von Finnentroper Ratsmitgliedern, die sich in Schöndelt postiert hatten, nicht zu hören. Vielleicht schafft es ja das Verwaltungsgericht, zwischen den gegensätzlichen Ansichten von Helifreunden und Kreisverwaltung zu vermitteln.
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