Haus in Gerlingen stand in hellen Flammen

Der Dachstuhl des Mehrfamilienhauses stand in Flammen. Er brannte komplett aus.
Der Dachstuhl des Mehrfamilienhauses stand in Flammen. Er brannte komplett aus.
Foto: WP

Gerlingen..  Lichterloh brannte am frühen Mittwochmorgen gegen 4.30 Uhr der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in der Talbrückenstraße in Gerlingen. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen 140 000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Gottseidank hatte die Tochter einer Familie im Dachgeschoss Rauch in ihrer Wohnung bemerkt. Sie warnte rechtzeitig ihre Familie und alle anderen Bewohner des Wohnhauses vor dem Feuer. So konnten sich alle Personen im Gebäude unverletzt ins Freie retten. Beim Ausbruch des Feuers befanden sich insgesamt sechs Menschen in dem Haus.

Zunächst rückte der Löschzug Gerlingen an. Für einen reibungslosen Ablauf der Brandbekämpfung sorgte Löschzugführer Thomas Benkel, der den Einsatz leitete. „Gemeldet war ein Küchenbrand. Bei der ersten Erkundung konnte ich sehen, dass die Flammen aus dem Dachstuhl schlugen. Wir haben schnell gehandelt und die Löschzüge aus Hillmicke und Wenden nachalarmiert“, sagte Thomas Benkel im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit einem massiven Innenangriff habe man den Brand bekämpft. Zudem habe man über die Drehleitern aus Wenden und Olpe von außen gelöscht.

Die Polizei übernahm die Verkehrsregelungsmaßnahmen am Einsatzort. Die benachbarte Landstraße 512 (Koblenzer Straße) musste während der Löscharbeiten halbseitig gesperrt werden.

Lkw riss Schlauch heraus

Der Qualm zog von der Talbrückenstraße aus auch in Richtung der nahegelegenen Autobahn. Vorsorglich wurden deshalb Verkehrsteilnehmer auf der A 45 durch den Verkehrswarnfunk vor Sichtbehinderungen durch den entstandenen Rauch gewarnt.

Doch nicht nur gegen die Flammen hatten die Einsatzkräfte zu kämpfen. Stephan Ommer, Pressesprecher der Olper Polizei: „Während des Brandeinsatzes kam es zu einem unerwünschten Kollateralschaden. An einem Lkw, der über eine Überfahrhilfe eines Löschschlauchs fuhr, verklemmte sich der Feuerwehrschlauch. Der Lkw riss den Schlauch und das damit verbundene Stahlrohr am ­Wasserhydranten mit sich. Das unkontrolliert am beschädigten Hydranten ausströmende Wasser lief teilweise in den Keller eines benachbarten Wohnhauses.“ Der Keller musste ausgepumpt werden.

Brandursache ist noch unklar

Wie Thomas Benkel weiterhin mitteilte, war das Hauptfeuer gegen 9 Uhr gelöscht. Der Einsatz dauerte aber noch bis 13 Uhr an. Immer wieder tauchten Glutnester auf, die die Einsatzkräfte bekämpfen mussten. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Zwar loderte der Brand nur im Obergeschoss, doch die Wasserschäden sind auch im Mittel- und Erdgeschoss immens. „Die Bewohner sind bei Verwandten untergebracht worden. Dafür ist gesorgt worden“, so Thomas Benkel.

Die Brandursache ist nach Mitteilung von Polizei-Sprecher Ommer derzeit noch ungeklärt. Die Ermittlungen der Polizei Olpe dauern an.