Hauchdünnes Ja für 125 000 Euro-Zuschuss

Das Clubhaus der Spielvereinigung Oberveischede: Der Club will neu bauen.
Das Clubhaus der Spielvereinigung Oberveischede: Der Club will neu bauen.
Foto: WP

Olpe/Oberveischede..  In der Frage des Zuschusses für ein neues Clubhaus in Oberveischede ist die Olper Politik tief gespalten: Das wurde am Abend erneut im Schul- und Sportauschuss deutlich. Die Abstimmung über den Beschlussvorschlag der Verwaltung, der Spielvereinigung Oberveischede einen 125 000 Euro-Zuschuss für das 285 000 €-Projekt zu gewähren, endete hauchdünn mit 9 zu 8 Stimmen für den Zuschuss. Für die UCW, aber auch für die SPD, hatte zuvor Werner Pulte (UCW) Ablehnung signalisiert. Man schaffe einen Präzedenzfall, andere Vereine würden mit ähnlichen Wünschen nachziehen. Das Argument der Zuschuss-Befürworter, die Stadt habe der Spielvereinigung Olpe ebenfalls diese Summe für einen neuen Kunstrasen gewährt, ziehe nicht: „Ein Kunstrasen ist als Spielfläche für die Ausübung des Sports unverzichtbar. Das ist etwas anderes als ein Clubhaus.“ Für in die Jahre kommende Kunstrasenplätze werde die Stadt in Zukunft ohnehin noch viel Geld zur Verfügung stellen müssen. Für das Oberveischeder Projekt seien 25 000 Euro als Zuschuss angemessen und vertretbar. „Mehr“, so Pulte, „geht über unsere Kräfte.“

Lothar Epe, CDU-Ratsherr aus Oberveischede, wies daraufhin, dass das Clubhaus abbruchreif sei, schwarzer Schimmel gefährde die Gesundheit. Das Haus stehe auf städtischem Grund, es handle sich um eine Ausnahmesituation. Der Verein werde immense Eigenleistung erbringen, habe bereits ein ausgeklügeltes System zur Mitarbeit seiner Mitglieder entworfen. Wenn man den Zuschuss jetzt ablehne, fügte sein Fraktionskollege Klapheck hinzu, „würde man eine Unmenge an Motivation zerstören.“ Die letzte Entscheidung fällt Montag, 9. Februar (17 Uhr), im Hauptausschuss, die Zustimmung ist wahrscheinlich: Die CDU hat dort 9 Mitglieder (inkl. Bürgermeister), UCW und SPD zusammen 7, Grüne und FDP jeweils eins.