Harnischmacher hört 2016 auf

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Was wir bereits wissen
Der Attendorner Schützenhauptmann will in einem Jahr nicht wieder für dieses Amt kandidieren. Zehn Jahre seien genug.

Attendorn..  „Nach langer und reiflicher Überlegung habe ich entschieden, mich kommenden Jahr nicht wieder als Hauptmann zur Wahl zu stellen“, teilte Schützenhauptmann Markus Harnischmacher den Teilnehmern an der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft Attendorn 1222 frühzeitig mit, dass sie in einem Jahr nach zehn Jahren einen neuen Hauptmann wählen müssen.

Zuvor war sein Stellvertreter Michael Frey einstimmig für drei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Bei den weiter anstehenden Wahlen zum Beirat der Gesellschaft schied Christoph Stinn auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus, zu seinem Nachfolger wurde Marius Hengstebeck gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Stephan Heuel und Guido Höffer.

Kritik an Berichterstattung

Schützenhauptmann Markus Harnischmacher nutzte die Versammlung zu Kritik an der Berichterstattung dieser Zeitung über das Thema Neubau der Parkpalette auf dem Feuerteich und dem Wunsch der Schützengesellschaft nach einer neuen Toilette. Ein Redakteur habe, ohne je das Gespräch mit der Schützengesellschaft gesucht zu haben, „in seiner Unwissenheit“ berichtet, unautorisiert aus einem Schriftstück zitiert, das ihm eigentlich nicht zugänglich gewesen sei, so Harnischmacher, und Passagen aus dem Zusammenhang gerissen.

Er legte den zeitlichen Ablauf und die Inhalte der „unter großem Zeitdruck“ geführten Gespräche mit der Stadt dar. Deren Planungen für eine neue Parkpalette hätten den Aspekt Versammlungsstätte kaum berücksichtigt und keine Toilette, auch für die zahlreichen Besucher des Bieketurms, vorgesehen. Vielmehr habe man erklärt, die Schützen sollten 47 000 Euro Baukosten dafür übernehmen.

Harnischmacher sagte, dass er die Wertschätzung von Rat und Verwaltung für den Bieketurm als Alleinstellungsmerkmal vermisse. Die Schützengesellschaft stelle ihn Bürgen und Gästen unter großem ehrenamtlichen Einsatz kostenlos zur Verfügung und erwirtschafte damit keine Gewinne. Er erklärte, dass, wie woanders möglich, auch in Attendorn gepflegte öffentliche Toiletten eine Selbstverständlichkeit sein sollten. Das Projekt „Nette Toilette“ werde scheitern.

Unternehmer und Schützenbruder Walter Viegener wandte sich an den anwesenden Bürgermeister Christian Pospischil und forderte ihn auf zum Thema neue Parkpalette folgendes mit ins Rathaus zu nehmen: „Es werden nicht nur Versorgungsleitungen verlegt, sondern auch Toiletten gebaut. Es kann nicht sein, dass wir keine öffentlichen Toiletten in Attendorn haben“.

Wie es auch kommt: Wegen des Baus der Parkpalette in diesem Jahr soll die Bierprobe am Freitag auf dem Alten Markt, der Samstagabend und der Frühschoppen am Sonntag in der Stadthalle stattfinden.