Happyend für Restfamilie Schwan?
03.06.2008 | 16:11 Uhr 2008-06-03T16:11:00+0200
Der Schwanenvater konnte sein unfreiwilliges Exil verlassen, er und seine fünf Kinder haben einen neuen Ruheplatz am Lenneufer gefunden.
Finnentrop. (bsg) Es zeichnet sich ein Happyend für den Schwanenvater und seine fünf Küken ab. Nachdem die Mutter und ein Küken am Samstagmittag von Hunden totgebissen worden waren, waren die überlebenden fünf Küken zum Vater geflüchtet. Doch der saß hinter dem Gitter des Stauwehres fest, welches die Lenne und den Obergraben in zwei Wasserarme teilt. In diesem Wasserbecken hatten die Küken keine Möglichkeit an Land zu gehen, um sich auszuruhen. Auf Dauer hätten sie keine Überlebenschance gehabt, sondern wären jämmerlich ertrunken oder verhungert. Die Lister- und Lennekraftwerke (LLK) als Betreiber der Wehranlage handelten nun zügig. Als erste Maßnahme wurde Wasser aus dem Obergraben abgelassen, so dass die Schwanenfamilie unter dem Wehr hindurchschwimmen konnte. Nun hat sich die Familie am Ufer einen neuen Schlafplatz gesucht. Auf der einen Seite geschützt durch einen Zaun, auf der anderen abgegrenzt durch das Wasser des Obergrabens, sind die Schwäne auch vor Füchsen und Hunden sicher. Und um ihr Futter müssen sie sich auch keine Sorgen machen. Neben einem reichhaltigen Angebot aus der Natur füttern alle Anwohner ihre Schwanenfamilie. „Von LLK war auch jemand vor Ort, um sich die Lage anzusehen“, erzählt Günter Schneider, Anwohner der Lennestraße. „Auf Dauer sollen aus dem Gitter Stäbe entfernt werden, damit in Zukunft Schwäne auch zurück aus dem Oberbecken in die Lenne schwimmen können.“
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