Hammer GmbH in den Startlöchern

Ehemaliger OBI im Olper Osterseifen.
Ehemaliger OBI im Olper Osterseifen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der ehemalige OBI-Standort im Olper Osterseifen könnte schon bald wieder mit Leben erfüllt sein. Die Hammer-Heimtex-Kette hat Interesse.

Olpe..  Der Leerstand der in Olpe derzeit größten ungenutzten Ladenfläche gehört möglicherweise schon bald der Vergangenheit an: Die Hammer-Heimtex-Kette mit Zentrale in Porta Westfalica hat ernsthaftes Interesse am ehemaligen OBI-Standort im Gewerbegebiet Osterseifen. Das bestätigte Raphael Bitter, Leiter der „Hammer“-Abteilung „Expansion“ auf Anfrage unserer Zeitung. Bitter: „Ja, ich kann bestätigten, dass wir ernsthaftes Interesse an dem Standort in Olpe haben.“

Ein Großer der Branche

Entschieden, so Bitter, sei aber noch nichts. Ende des laufenden Monats erwarte man ernsthafte weitere Gespräche mit dem Vermieter, um dann möglicherweise eine „finale Entscheidung“ zu treffen. Die sei momentan noch „völlig offen.“ Vermieter ist eine Luxemburger Gesellschaft. Obwohl es sich bei der Hammer-Kette um einen ganz Großen seiner Branche handelt, ist der Name im Sauerland weitgehend unbekannt. Im Gegensatz zu OBI ist „Hammer“ kein Baumarkt im eigentlichen Sinn. Zum vielfältigen Sortiment gehören Bodenbeläge aller Art, Teppiche, Laminat, Parkett etc., Gardinen, Sonnenschutz, Farben, Tapeten, aber auch Betten, Bad-Utensilien, Dekorationsartikel, Accessoires und Kinderzimmer.

Bisher weißer Fleck

Normalerweise, so informiert der Internetauftritt der Gruppe, expandiert man in Städte erst ab 35 000 Einwohnern. Offenbar macht „Hammer“ für die Kreisstadt Olpe mit ihren gerade einmal 25 000 Einwohnern eine Ausnahme. Könnte auch daran liegen, dass das südliche Sauerland für den Filial-Riesen einer der wenigen weißen Flecken ist.

Alles Notwendige vorhanden

Ansonsten dürfte der alte OBI-Standort ins „Beuteschema“ des Filial-Riesen bestens hinein passen: Rund 2 500 bis 2 800 qm ebenerdige Verkaufsfläche sind für Neuansiedlungen erwünscht, eine mindestens 40 m lange Schaufensterfront und mindestens 60 Auto-Stellplätze gibt Hammer als Mindest-Voraussetzung für eine Investition an. All das ist im Osterseifen am ehemaligen OBI-Standort vorhanden.

„Hammer“ verspricht auf seiner Homepage u.a. „hochwertige Produkte, eine optimale Warenverfügbarkeit, günstige Preise, ein einzigartiges Serviceangebot sowie bestens geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Das sind mittlerweile fast 5 000- in insgesamt mehr als 180 Fachmärkten. Gegründet wurde „Hammer“ erst 1976.

Die Hammer Fachmärkte, offizieller Name der Gesellschaft lautet „Hammer System Management GmbH“ gehört als Vertriebsschiene zur Unternehmensgruppe „Brüder Schlau“.

In der ganzen Republik

Interessant: „Hammer“-Märkte gibt es fast über das gesamte Bundesgebiet verstreut: Von Flensburg und Stralsund im Norden über Aachen im Westen, Görlitz im Osten bis München oder Donaueschingen im südlichsten Zipfel reichen die mehr als 180 Standorte.

Rund um den bereits erwähnten weißen Fleck im Südsauerland befinden sich die nächstgelegenen Märkte u. a. in Arnsberg, Ennepetal, Bergisch Gladbach und Hagen.