Hakemickeschüler auf der Suche nach ihren Talenten

An einer Station musste ein Metallwürfel zusammen geschraubt werden.
An einer Station musste ein Metallwürfel zusammen geschraubt werden.
Foto: WP

Olpe..  Kaum zu glauben. Aber die Hälfte alle Jugendlichen weiß nicht, wie Haferflocken aussehen. Und auch Fahrräder reparieren, Holzhütten bauen, Radios auseinandernehmen und andere praktischen Tätigkeiten gehören heute kaum noch zu den Freizeitbeschäftigungen der Jugendlichen. Und wer noch nie oder äußerst selten eine Zange oder einen Schraubendreher in der Hand gehabt hat, bringt schlechte Voraussetzungen für einen praktischen Beruf mit. Ein Baustein, um dies zu ändern, ist das Mobile Schülerlabor des Technikzentrums aus Minden-Lübbecke, das gestern in der Olper Hakemicke-Schule Station machte. Den ganzen Schultag standen für die 105 Hauptschüler der Jahrgangsstufe 7 die MINT-Fächer (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in praktischer Form auf dem Stundenplan.

13 Stationen

An 13 Stationen eines Talentparcours konnten die Jugendlichen ihre praktischen Talente testen, knifflige Denkaufgaben lösen, elektronische Verbindungen herstellen, Zutaten von Lebensmitteln identifizieren, Metallwürfel zusammen bauen oder Werkzeuge benennen, das Ganze auf Zeit und nach einem Punktesystem. Am Ende des Parcours mussten die Schülerinnen und Schüler selbst urteilen, welche Tätigkeiten ihnen besonders gefielen bzw. leicht oder schwer fielen. „Es sind Aufgaben, die auch in Bewerbungssituationen gestellt werden und mit den Betrieben zusammen entwickelt wurden“, so Kerstin Meiswinkel, Klassenlehrerin der 7b.

Der Talentparcours im Rahmen des AW-Unterrichts (Arbeitslehre/Wirtschaft) ist ein Beitrag der Ganztagshauptschule zur Berufsvorbereitung. Die beginnt schon in Klasse 5 mit dem Projekt „Starke Seiten - was kann ich gut“. Ziel des Ganzen ist, den Jugendlichen frühzeitig Hilfestellung zu geben, ihre Begabungen zu entdecken.