Hagener Straße zu schmal für Schutzstreifen

Drolshagen..  Die Hagener Straße hat ein Sicherheitsproblem, das dringend beseitigt werden muss. Dieser Auffassung ist zumindest der UCW-Stadtverordnete Andreas Halbe.

Mit seinem Vorschlag, den Bereich zwischen den Kreiseln „In der Sengenau“ (Abzweig Kreisstraße 15) und Benolper Straße (Hotel zur Brücke) für Lkw über 3,5 Tonen, wenn sie keine Anlieger sind, zu sperren und im Innenstadtbereich einen Schutzstreifen für Radfahrer anzubringen, biss er allerdings auf Granit.

Nicht nur der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen NRW), sondern auch die kommunale Verkehrskommissionen haben beide Vorschläge des UCW-Politikers strikt abgelehnt.

Autobahnzubringer

Straßen NRW verwies darauf, dass die Hagener Straße eine Bundesstraße (B 55) „mit überregionaler Verkehrsbedeutung“ sei und außerdem als Autobahnzubringer diene. „Beschränkungen und Verbote des fließenden Verkehrs“ dürften nur dann angeordnet werden, wenn „aufgrund der örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage“ bestehe. „Diese“, so der Landesbetrieb, „ist hier nicht gegeben“. Darüber hinaus sei eine Unterscheidung zwischen durchgehendem Schwerverkehr oder Anlieger-Schwerverkehr nur sehr schwierig in die Tat umzusetzen. Derweil gab die Verkehrskommission zu bedenken, dass bereits vor Jahren eine „Umfahrung für Lkw mit Verkehrszeichen 421“ aus Richtung Olpe ab Wenkhausen über die Kreisstraßen 13,16, und 15 sowie die L 708 bis Wegeringhausen und von dort in entgegengesetzter Richtung zurück bis Wenkhausen ausgeschildert worden sei.

Kein Platz auf der B 55

Was den von Andreas Halbe geforderten Schutzstreifen angeht, zielen die Gegenargumente von Straßen NRW und Verkehrskommission in dieselbe Richtung: Die B 55 sei dafür schlichtweg zu schmal. Vom Kreisel Sengenau zur Einmündung der Bahnhofstraße existiere bereits ein Rad- und Gehweg. Und im weiteren Verlauf bis zum Kreisverkehr Benolper Straße blieben nach Abzug der Schutzstreifenbreite von 1,50 Metern auf beiden Straßenseiten für die B 55 gerade einmal 3 Meter übrig. Die entsprechenden Richtlinien verlangten allerdings eine Mindestbreite von 4,50 Metern.