Gut gelaunt und höflich

Abitur..  Gerade sehe ich auf Ihrer heutigen Titelseite das Bild einer glücklich lachenden Abiturientin aus dem HSK mit ihrem „Überlebenspaket“ in den Händen.

Das veranlasst uns als „betroffene Eltern“ eine Lanze für die Attendorner Abiturienten und ihr langjähriges Brauchtum, das „Bäumchensetzen“ zu brechen.


Am 30. Mai diesen Jahres fand in unserem Garten in Heggen das sogenannte „ Ehemaligensetzen“ statt, d.h. es tummelten sich auf der Wiese und der Ahauserstraße zeitweilig bis zu 400 junge Leute, die auch beköstigt werden und die Toilette benutzen wollten. Dank der Unterstützung durch andere Eltern und unsere Nachbarn ist der Tag für uns alle in guter Erinnerung geblieben.


Es gab weder Pöbeleien noch Zerstörungen noch irgendwelche Unfälle, wir hatten es ausschließlich mit gut gelaunten, höflichen jungen Menschen zu tun.


Umso schwerer fällt es uns zu verstehen, dass die Einstellung vieler Bürger (auch Eltern) zu diesem Brauchtum so negativ geworden ist. Im Stadtgebiet Attendorn sieht sich ja seit Jahren niemand in der Lage, eine geeignete Fläche für den sogenannten „Joker“ zu Verfügung zu stellen. Stattdessen weichen die Attendorner Abiturienten auf Wiesen im Gebiet Meinerzhagen und der Gemeinde Finnentrop aus .Diese Grundeinstellung steht doch in großem Kontrast zum Titelbild aus dem Hochsauerlandkreis.


Hedwig Hamers und Markus Sonneborn, Finnentrop-Heggen