Günstiger Zeitpunkt

Konsolidierung..  Die Stadt Lennestadt will das alte Amtshaus (Museum) in Grevenbrück verkaufen. Für Rat und Verwaltung gibt es zu den Haushaltskonsolidierungen kein Tabu mehr, was die Streichliste anbelangt. Doch an des Bürgermeisters liebstes Kind, den Bahnhof Altenhundem und Grevenbrück will anscheinend keiner denken, wenn es um radikale Einsparungen geht.


Diese Gebäude sind von einer Gesellschaft die sich Lennestädter Liegenschafts- und Stadtservice GmbH u. CO KG (LLS) sowie – Verwaltungs GmbH nennt, übernommen, renoviert und vermarktet worden. Die Gesellschaften sind zu 100 % im Besitz der Stadt Lennestadt und haben ihre Aufgabe mit Zufriedenheit erfüllt. Beide denkmalgeschützten Gebäude sind heute dank LLS (oder der Steuerzahler) in tadellosem Zustand, gut verpachtet oder vermietet. Eine Veräußerung zum jetzigen Zeitpunkt erscheint günstig wie nie, da die Kapitalmärkte nach Anlageobjekten nachsuchen. Warum sind diese Gebäude nicht auf der Streichliste aufgeführt?


Mit der Veräußerung der Gebäude könnte doch ein schönes Sümmchen in die Stadtkasse fließen und wenn die Gesellschaften keine anderen Objekte mehr haben, können sie sich danach auflösen oder umorientieren um ihre Kapazitäten anderweitig zu binden. Diese Möglichkeit wäre meines Erachtens für die Stadt erheblich günstiger, als das Museum umzusiedeln.


Eins scheint sicher zu sein. Eine Umsiedlung des Museums in den Bahnhof Grevenbrück kann aus Platzgründen nicht so ohne weiteres stattfinden. Hier wäre ein Anbau nötig. Da für solche Baumaßnahmen in Zukunft ebenfalls kein Geld mehr da ist, bliebe nur noch die Schließung des Museums und die ehrenamtliche Arbeit von 25 Jahren Heimatverein wird auf einen Schlag zunichte gemacht.
Wolfgang Poguntke,
Ortsheimatpfleger Elspe

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