Großer Empfang für Nordkapfahrer

Glücklich nahmen die beiden Nordkapfahrer Hubert Hufnagel (zweiter von links) und Stephan Kraus (rechts) ihre Frauen Mechthild und Hannelore nach ihrer Rückkehr in den Arm.
Glücklich nahmen die beiden Nordkapfahrer Hubert Hufnagel (zweiter von links) und Stephan Kraus (rechts) ihre Frauen Mechthild und Hannelore nach ihrer Rückkehr in den Arm.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach 6610 Kilometern mit ihren Trecker-Oldie zum Nordkap sind Hubert Hufnagel und Stephan Kraus wieder daheim.

Kreis Olpe..  „Ich lass Dich nie wieder so lange alleine“, versprach Hubert Hufnagel seiner Frau Mechthild, nachdem diese ihn mit einem dicken Kuss zurück in der Heimat begrüßt hatte.

Danach tätschelte er die Motorhaube seines MAN-Traktors, der ihn ohne Mucken und Murren zu seinem Traumziel Nordkap gebracht hatte. Auch Mitfahrer Stephan Kraus wurde von Ehefrau Hannelore umarmt, die zunächst scherzhaft meinte: „Du bist viel zu früh zurück. Ich konnte noch gar nichts unternehmen“, dann aber anfügte: „Ich bin doch froh, dass er wieder da ist“.

Vor sieben Wochen waren die drei Rentner Hubert Hufnagel, Stephan Kraus und Helmut Daus mit ihren 50 Jahre alten Trecker-Oldies mit Wohnanhängern aufgebrochen, um die „das unbeschreibliche Schauspiel der Mitternachtssonne“, so Hubert Hufnagel im Nachhinein, am Nordkap zu erleben (wir berichteten).

Kältester Mai seit 1962

Aus den geplanten drei Monaten wurden dann nur sieben Wochen, weil das Wetter nicht mitspielte. „In Schweden hatte man den kältesten Mai seit 1962“, erzählt Hubert Hufnagel, was sich in Temperaturen bis vier Grad Celsius, Eisschollen auf einem Binnensee und beim Wetter niederschlug. Stephan Kraus: „Manchmal hatten wir Schnee, Graupel, Regen und Sonne“, berichtet Stephan Kraus, der den Verzicht auf eine langen Unterhose bereut hat. Trotzdem war die Fahrt für ihn „ein tolles Erlebnis“.

Auf touristische Aufenthalte hat man verzichtet, zumal „sich Trecker für Sightseeing nicht eigenen“, so Hufnagel, und nur zwei Stopps, zwei Tage auf der Hinfahrt in Rostock und in Alta, wo neue Reifen auf den Güldner von Stephan Kraus aufgezogen werden mussten, einlegte.

Außerdem war, wie Hubert Hufnagel einräumt, für ihn nach dem Erreichen seines Traumziels Nordkap „die Spannung raus“.

Neben der weiten Landschaft Schweden waren es vor allem die Begegnungen mit den Menschen, die ihn und Stephan Kraus beeindruckt haben. Sie haben sehr oft auf Bauernhöfen übernachtet, wo ihnen die Menschen, trotz vieler Verständigungsprobleme, immer gerne geholfen haben; wobei die alten Traktoren oft Begeisterung auslösten.

Ein Bauer machte ihnen anhand eines Fotoalbums klar, dass er mit dem ehemaligen deutschen Landwirtschaftsminister Borchert verwandt sei.

Navis führten in die Irre

Währen die Befürchtungen wegen des angeblich dünnen Tankstellennetzes in Nordschweden unbegründet waren, stellte die Verkehrsführung die Treckerfahrer immer wieder vor Probleme, da ihre Navis sie in Küstennähe bei größeren Städten immer wieder auf Autobahnen lotsen wollten. Daher fuhren sie mehr durch das Inland.

Auch auf der Rückfahrt, die entlang der norwegischen Fjorde verlaufen sollte, änderte man die Fahrtroute und fuhr wieder durch Schweden, da die einzige Straße „voll mit Wohnmobilen und Lkw war und wir immer wieder anhalten mussten“, so Hubert Hufnagel, der Teile der Rückfahrt mit Stephan Kraus alleine bewältigte, da sich Helmut Daus entschieden hatte, alleine weiter zu fahren. Er ist bereits Anfang der Woche angekommen.

Weitere Informationen im unter www.hubhufna.wordpress.com. Spendenkonto: Hubert Hufnagel, IBAN: DE31460628174312390811, Stichwort „Traktortour zum Nordkap“.