Geschmack der Attendorner getroffen

Mit dieser Veranstaltung des Vereins für Orts- und Heimatkunde war der Nerv zahlreicher Attendorn getroffen worden. Der Saal des Hotels zur Post war bis auf den letzten Platz besetzt.    
Mit dieser Veranstaltung des Vereins für Orts- und Heimatkunde war der Nerv zahlreicher Attendorn getroffen worden. Der Saal des Hotels zur Post war bis auf den letzten Platz besetzt.    
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Auf Einladung des Vereins für Orts- und Heimatkunde präsentierte Achim Gandras eine Vielzahl an alten Fotos und jede Menge Geschichten und Dönekes.

Attendorn..  Eine Zeitreise durch die fünfziger Jahre mit Bildern von Heinz Schneider machte am Donnerstagabend Achim Gandras. Die Monatsversammlung des Vereins für Orts- und Heimatkunde fand so großes Interesse, dass nach dem Einlass von 106 Bürgerinnen und Bürgern die Tür verschlossen wurde, denn mehr fasste der Saal des Hotels zur Post einfach nicht. Der Nerv zahlreicher Attendorner war mit dieser Veranstaltung getroffen.

Zu diesem Bildervortrag gab es vor Weihnachten ein vom Verlag Theodor Frey gedrucktes Buch, dessen 500 Exemplare nach drei Tagen vergriffen waren. Hierzu bekam der Autor Achim Gandras zahlreiche Mails, die auch die eine oder andere Ungenauigkeit aufdeckten. Deshalb wird noch ein Stadtplan mit Ergänzungen gedruckt. Aufgrund der Nachfrage wird eine zweite Auflage produziert, in der die neuen Erkenntnisse einfließen.

Nicht alles Bilder veröffentlicht

„Aber Bilder werden nicht ausgetauscht“, betonte Achim Gandras im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Buch sind noch längst nicht alle Bilder von Heinz Schneider veröffentlicht. Hier hatten die Besucher des Abends das Glück, auch davon einige zu sehen.

Der Bilderabend war von großem Interesse, so dass der Vortrag von Achim Gandras immer wieder unterbrochen wurde. Man hörte auch des öfteren „ach ja“ oder „da bin ich groß geworden, das kann ich genau sagen“. So wurden alte Originale mit ihren markanten Spitznamen genannt, wie Scheren Peppel (der Mann mit Holzbein und Ledermantel) oder Kloppsteins Heini mit dem Eisenhaken, Düppen Anton und Epen Pinn. Theo Fehling erinnerte an den Mettbach mit dem Bollerwagen, der dafür bekannt war, dass er Hunde schlachtete. Ein Anwesender wusste, dass „die alte Frau Müller einen größeren Kropf als Busen hatte“.

Eine urige Konstruktion

Die Faszination war Gandras anzumerken, als er ein Bild von der alten Biggebrücke zeigt. Sein Kommentar: „Eine urige Konstruktion, die Jahrhunderte dem Wasser stand hielt“. Das Foto mit einem Jungen, der die Biggebrücke mit einem Handkarren auf dem „Fitzebohnenstangen“ geladen waren, überquerte, kann jetzt auch mit Namen vervollständigt werden. Rudolf Heller rief ganz erfreut in die Runde: „Das bin ich.“ Der Zwiebelturm war übrigens bei einigen Bildern ein wichtiger Hintergrund, um sich zu orientieren und heraus zu finden, um welches Haus es sich handelte.