Gerlinger ermitteln zwei neue Regenten

Gerlingen..  Marschmusik, krachende Büchsen und stolze Schützen bestimmen am zweiten Juli-Wochenende in Gerlingen das Dorfgeschehen, wenn die St.-Antonius-Schützenbruderschaft Gerlingen zu ihrem Hochfest einlädt.

Am Freitag, 10. Juli, beginnt das Fest um 17 Uhr mit dem Antreten an der Gaststätte Weber. Nach dem Abholen der Fahnen und der amtierenden Königspaare ermitteln zunächst die Jungschützen ihren neuen König, danach sind die Bewerber aus den Reihen der Schützenbrüder aufgefordert, beim Schießen auf den hölzernen Aar ihre neue Majestät zu ermitteln.

Nach einer ersten „Feiereinheit“ wird es gegen 21.30 Uhr nochmal förmlich, dann stehen die Proklamationen von Jungschützenkönig und König an. Danach kann nach Herzenslust geschunkelt, gesungen, getanzt und gefeiert werden.

Tanzen mit „Nachtschicht“

Der Samstag beginnt für die meisten Schützen in den Korporalschaften. Diese treffen sich, um gegen 15.15 Uhr im Sternmarsch ins Dorf zu marschieren. Dort wird zum Festzug angetreten, zu dem die Fahnen, das Kaiserpaar und die Königspaare abgeholt werden. Danach führt der Festzug zur Buswende, um noch einmal in voller Pracht an den hoffentlich zahlreichen Schaulustigen direkt durch die Ortsmitte an der Kirche vorbei zum Schützenplatz zu marschieren.

Um 18 Uhr folgen Kinder- und anschließend die Königspolonaise. Nach dem Abendessen heizt dann dem Königstisch und allen anderen Festbesuchern die Tanzband „Nachtschicht“ ein.

Egal, wie lange gefeiert wurde, am Sonntag, 12. Juli, wird um 8.30 Uhr wieder angetreten. Um 9 Uhr begrüßt Präses Pastor Bogdoll die Schützenbrüder zum feierlichen Hochamt in der Kirche. Anschließend findet die Gefallenenehrung am Ehrenmal auf dem Pfarrer-Dornseiffer-Platz statt. Nach dem Ständchen am Pfarrhaus geht es zum Frühschoppen ins Festzelt, wo die neuen Majestäten gefeiert werden.

Einzige Unterbrechung ist die Übergabe des Königsordens und die Ehrung der Jubelköniginnen. Der Mittag und Nachmittag stehen ganz im Zeichen der Gemeinschaft und der Feier, die gegen 17 Uhr mit dem Wegbringen der Fahnen endet.