Gemeinsam die Region stärken

Die Bürger
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Was wir bereits wissen
Sechs Kommunen aus der LenneSchiene schicken Leader-Bewerbung ins Rennen.

Ostentrop..  Mit der Unterzeichnung einer sogenannten Finnentroper Erklärung durch die Bürgermeister der sechs Beteiligten Kommunen Nachrodt-Wiblingwerde, Iserlohn, Altena, Werdohl, Plettenberg und Finnentrop endete am Mittwochabend im Saal der Gaststätte Melcher in Ostentrop die rund halbjährige Bewerbungsphase zur Teilnahme am europäischen Leader-Projekt in der Förderphase 2014 bis 2020.

Bis Ende kommender Woche soll die Bewerbung unter dem Leitmotto „LenneSchiene - Weichen stellen für Dorf, Stadt und Leben“ bei der Landesregierung in Düsseldorf abgegeben werden. Nach den Sommerferien hofft man zu wissen, ob man zu den 22 ausgewählten Leader-Regionen in Nordrhein-Westfalen zählt, woran man keinerlei zweifel hegt, und die weitere Vorgehensweise in Angriff nehmen kann.

Die - ganz im Sinne von Leader - je drei Bürgermeisterinnen und drei Bürgermeister machten in einer Gesprächsrunde deutlich, was sie sich von dem Projekt für ihre Kommune und die Region erhoffen. Nachdem die Regionale 2013 mit ihren zum Teil noch in der Umsetzung befindlichen Projekten schwerpunktmäßig den unmittelbaren Anliegern der Lenne zugute gekommen ist, sollen die Leader-Projekte gemäß dem gewählten Leitmotto „diesen Schub in den ländlichen Raum, in die Dörfer tragen“, so der Iserlohner Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens.

Bildung, Integration und Vernetzung

Für die stellvertretende Plettenberger Bürgermeisterin Martina Reinhold stehen angesichts des drohenden Fachkräftemangels die Themen „Bildung, Bildung und Bildung“ sowie Integration im Vordergrund, während der Finnentroper Bürgermeister Dietmar Heß und sein Altenaer Kollege Dr. Andreas Hollstein dafür plädierten, als starke Wirtschaftsregion mit 150 Weltmarktführern das eigene Licht nicht unter den Scheffel zu stellen und seine Stärken zu präsentieren.

Alle betonten, dass es auch darum gehe, noch weiter voneinander zu lernen und sich untereinander, in der weiteren Region und darüber hinaus bis nach Europa stärker zu vernetzen. Das auch, wenn man, was kaum vorstellbar sei, keine Leader-Region werden sollte.

Eine entscheidende Rolle im Leader-Prozess spielen auch weiterhin die Bürger und ihr ehrenamtliches Engagement, das sich bisher in einer guten Beteiligung an den durchgeführten Workshops und mehr als 90 eingebrachten Projektvorschlägen widerspiegelt.

Diese wurden in die vier Kategorien Starterprojekte, die sich schnell in Angriff nehmen lassen, Leuchtturmprojekte mit großer Strahlkraft in die Region sowie Projektbündel und Netzwerk- und Kooperationsprojekte eingeteilt, von den einige exemplarisch vorgestellt wurden.