Gemeinde kann mehr Solarstrom erzeugen
08.09.2009 | 21:00 Uhr 2009-09-08T21:00:00+0200
Finnentrop/Heggen. Der Rund 150 000 Euro müsste die Gemeinde Finnentrop ausgeben, um auf dem Dach der Grundschule Heggen eine durchaus profitable Photovoltaikanlage zu installieren.
Ob das geschieht, darüber entscheidet der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde am Dienstag kommender Woche in seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl - Dann allerdings noch in der alten Besetzung.
Die Nutzung von regenerativen Energien ist in Finnentrop nicht neu. Photovoltaik- oder Solarstromanlagen werden bereits auf der Turnhalle der Grundschule Bamenohl betrieben und eine weitere soll auf der Mensa des Schulzentrums installiert werden.
Hintergrund der jetzt zu treffenden Investitionsentscheidung für Heggen ist die Anfrage eines Elektrounternehmers, der der Gemeinde für die Nutzung von 330 Quadratmetern des Grundschuldaches eine jährliche Miete von 300 Euro anbot.
Die Gemeindeverwaltung hat nun Berechnungen für einen Betrieb einer solchen Solarstrom-Erzeugung in Eigenregie vorgelegt. Dabei kam heraus: „Der Betrieb der Anlage in Eigenregie ist wesentlich vorteilhafter als eine Vermietung der Dachflächen. Um den Kapitalwert der in Eigenregie betriebenen Anlage annähernd zu erreichen, müsste eine jährliche Miete von 1700 Euro erzielt werden”, heißt es in der Sitzungsvorlage.
Grundlage der Berechnungen war eine Anlage mit etwa 42 Kilowattstunden Spitzenleistung, die in der Anschaffung etwa 149 100 Euro kosten würde. 5000 Euro würde das Land NRW zuschießen.
Von der Verwaltung wurden verschiedene Finanzierungsmodelle durchgerechnet. Vor diesem Hintergrund lautet die Verwaltungsempfehlung, die Dachfläche in Eigenregie zur Stromerzeugung zu nutzen und die rund 150 000 Euro im Rahmen von überplanmäßigen Ausgaben bereitzustellen. Darüber aber muss der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, 15. September, in seiner um 17 Uhr im Ratssaal beginnenden Sitzung entscheiden.
Weiter stehen Zuschüsse in Höhe von 40 000 Euro für die Kulturgemeinde und die Neufassung der Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung auf der Tagesordnung.
18:40
#1 von DerBestatter
Ich bin jetzt wirklich ratlos, was Sie meinen.... Sehen Sie eine Solaranlage genauso gefährlich an wie ein Mobilfunkmasten? Ich bin mir sicher, dann gibt es bald wieder eine neue Finnentroper BI gegen Solarstrom.
Ich sehe übrigens Mobilfunkmasten als harmlos an, genauso wie Solarstrom. Der Unterschied: Ein Mobilfunkmast kostet den Steuerzahler kein Geld.
Ihre Wählerbeschimpfungen lasse ich jetzt mal unkommentiert....
10:49
So ist die Politik in Finnentrop: Reagieren statt Agieren. Es geht also so weiter, wie vor der Kommunalwahl. Aber das haben sich die Finnentroper ja selbst eingebrockt. Dazu fällt mir nur das Brecht-Zitat Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber ein. Oder sind die Köpfe der Wähler durch das hochqualitative Wasser so verkalkt, dass keinem die Augen aufgehen? Kleiner Tipp an Hrn. Heß: Grundschule, Dach... Na? Geht Ihnen kein Licht auf??? Vielleicht kann man zusätzlich zur Photovoltaikanlage noch nen Mobilfunkmast unterbringen... Aber in diesem Fall geben Sie bitte zu, dass die Idee von mir und nicht auf Ihrem Mist gewachsen ist.
Einen Trost gibt es für mich: als jemand, der vor Jahren aus der Gemeinde weggezogen ist, bleibt mir Hr. Heß zumindest vorerst auf Landes- u. Bundesebene erspart...