Gelebte Integration bei Ausflügen

Olpe..  Bei Tagesausflügen in verschiedene Regionen sollen Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte Nordrhein-Westfalen als gemeinsame Heimat kennenlernen und sich in dieser Heimat als zusammengehörig erfahren. Dies hat sich der Verein „Miteinander in Olpe“ als Ziel eines Projektes für dieses Jahr vorgenommen.

Das Projekt beinhaltet drei Ausflüge mit Besichtigungen und Führungen. „Wir freuen uns, dass wir für das Projekt eine Förderung durch das Landesministerium für Arbeit, Migration und Soziales erhalten“, so Johannes Haarmann, Vorsitzender des Vereins. Diese Förderung macht es möglich, dass die Teilnahme nicht am Geld scheitert. So konnten vier Plätze an Asylsuchende vergeben werden, die an einem Sprach- und Integrationskurs von Invia teilnehmen. Dieser Kurs wird von Annette Wedig geleitet, die als Mitglied des Vereins dazu anregte.

Der erste Ausflug führte ins Rheinland. Im Freilichtmuseum Kommern sind mehrere hundert Jahre alte Häuser wieder aufgebaut und zu Dörfern zusammengestellt worden, wie sie für die verschiedenen Teile des Rheinlandes typisch sind. In kleinen Gruppen wurden die Teilnehmer durch mehrere Dörfer geführt.

Signale aus dem Weltall

Zweites beeindruckendes Ziel des Tages war das Radio-Teleskop in Effelsberg. Dort können Wissenschaftler Signale aus dem Weltall empfangen. Das Teleskop wird von Radio-Astronomen aus der ganzen Welt für die Forschung genutzt. Den Rest des Tages nutzten die Teilnehmer für einen Bummel durch Bad Münstereifel. „Wenn 40 Menschen aus neun Nationen miteinander unterwegs sind, ist das gelebte Integration,“ meint Johannes Haarmann.

Im September ist Bonn mit dem Haus der Geschichte, einer Rheinfahrt nach Königswinter und dem Aufstieg zum Drachenfels das Ziel. Im Oktober geht es nach Essen zur Zeche Zollverein.