Geldsegen für Bigge-Anrainer und Finnentrop

Die Bürgeremeister aus Attendorn, Olpe, Drolshagen und Wenden haben ihr Ziel erreicht.
Die Bürgeremeister aus Attendorn, Olpe, Drolshagen und Wenden haben ihr Ziel erreicht.
Foto: WP
5,4 Millionen Euro fließen in zwei Leader-Regionen, an denen Attendorn, Olpe, Finnentrop, Drolshagen und Wenden beteiligt sind.

Kreis Olpe..  Grund zur Freude in den Rathäusern in Olpe, Drolshagen, Attendorn, Wenden und Finnentrop. Die fünf Kommunen gehören zu den 28 Leader-Regionen in NRW und dürfen sich jetzt über sechsstellige Fördersummen freuen. Leader ist ein Programm der EU zur ländlichen Entwicklung. Mit dem Förderprogramm werden Projekte unterstützt, die die ländliche Region lebenswert erhalten und als attraktiven Lebensstandort weiter entwickeln. Mit dem Geld sollen kleine Projekte vor allem in Dörfern gefördert werden.

Die vier Bigge-Anrainer Olpe, Drolshagen, Wenden und Attendorn hatten sich als Region „BiggeLand – Echt.Zukunft“, für den Wettbewerb beworben. Das Förderbudget bis 2020 beträgt satte 2,7 Millionen Euro. Finnentrop ist neben Altena, Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Plettenberg und Werdohl Teil der Leader-Region „LenneSchiene“, die ebenfalls mit 2,7 Millionen Euro gefördert wird.

Von dem Geld hätte auch die Stadt Lennestadt, die bei der Regionale 2013 noch Mitglied der LenneSchiene war, partizipiert. Aber Sie hatte sich zurückgezogen, weil man u. a. wegen finanzieller Engpässe den Eigenanteil scheute.

Weinen und Lachen in Kirchhundem

Große Hoffnung hatte dagegen die Gemeinde Kirchhundem in den Wettbewerb gesetzt. Bürgermeister Reinery hatte „Leader“ schon frühzeitig als eines der wichtigsten Projekte für die Kommune erklärt.

Als „4plus Quartett mit Weitblick“ hatte sich die Gemeinde gemeinsam mit den Nachbarn Hilchenbach, Kreuztal, Netphen und einigen ländlich geprägten Stadtteilen der Stadt Siegen beworben. Mit großem Aufwand hatten sie Projektideen z.B. zu den Themen Mobil und gut vernetzt, Nahversorgung und Gesundheitswesen, Ehrenamt, Soziales, Bildung entworfen. BM Reinery: „Ich sehe das mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Natürlich hatten wir gehofft, dabei zu sein, es wäre eine Initialzündung gewesen, aber wir hatten starke Konkurrenz. Unsere Bewerbung war sinnvoll und gut, man hat viel Potenzial für interkommunale Kooperation gesehen. Wir werden die Ideen nicht in der Schublade verschwinden lassen, sondern weiterverfolgen. Es gibt ja immer wieder neue Fördertöpfe.“

Jetzt Strukturen schaffen

Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß sprach von einer „sehr erfreulichen Mitteilung für alle, die sich im Haupt-, aber auch im Ehrenamt in dem bisherigen Prozess engagiert haben“. Jetzt müssten die beteiligten Kommunen zunächst die organisatorischen Rahmenbedingungen schaffen und untereinander absprechen, welche Projekte sie priorisieren. Als „Vorzeigeprojekt für die Entwicklungsmöglichkeiten im ländlichen Raum“ bezeichnet Heß das Vorhaben der Dorfgemeinschaft Ostentrop, „Melchers Saal“ zu übernehmen

Freude bei Attendorns Bürgermeister Pospischil darüber, dass die Idee der starken Industrieregion im Grünen mit Projekten zur Fachkräftesicherung und Demografie Anklang gefunden hat.

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