Gefühlt weniger Kunden aus Plettenberg

Noch dürfen Busse durch den Baustellenbereich der L 697 zwischen Attendorn und Windhausen fahren.
Noch dürfen Busse durch den Baustellenbereich der L 697 zwischen Attendorn und Windhausen fahren.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Weite Umwege verleiden Kunden aus Plettenberg, Windhausen und Lichtringhausen das Einkaufen in Atrendorn.

Attendorn..  Seit vier Wochen ist die Landstraße L 697 von Attendorn nach Plettenberg zwischen dem µKreisverkehr Ortsausgangs und der Ortschaft Keseberg für den normalen Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Firma Straßen- und Tiefbau GmbH ist im Auftrag von Straßen NRW dabei, die Landstraße auf einer Länge von rund 900 Metern von Grund auf zu erneuern und auch zu verbreitern.

Die Bagger haben bereits ganze Arbeit geleistet und den Hang bergseitig „angeknabbert“ sowie in Teilbereichen die Böschung unterhalb der Straße angefüllt.

Ziel: Zum Schulanfang (fast) fertig

Die Arbeiten sollen in 100 Werktagen ausgeführt werden, so dass die Straße mit dem Ende der Sommerferien am 11. August wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Zumindest in einspuriger Verkehrsführung mit Ampelschaltung, um noch Restarbeiten an den Banketten oder Leitplanken durchführen zu können.

Obwohl die Einsicht in die Notwendigkeit des Bauprojekts groß ist, mehren sich doch kritische Stimmen aus verschiedenen Bereichen. So beklagen Bewohner von Windhausen und Lichtringhausen die weiten Umwege, die sie fahren müssen, wenn sie nach Attendorn wollen. Sei es zum Arbeiten oder Einkaufen.

„Sonst fahre ich vier Kilometer zur Arbeit, jetzt sind es zwölf“, beklagt eine Verkäuferin aus Windhausen und eine Hausfrau ergänzt: „Da überlegt man sich schon genau, ob man ‘mal eben’ nach Attendorn fährt“. Wobei Plettenberg kaum eine Alternative ist, da in der Oester ebenfalls Bauarbeiten durchgeführt werden.

Weite Wege durch Einbahnregelung

Die weiten Wege resultieren aus der eingerichteten Einbahnstraßenregelung, die von Windhausen über Weltringhausen, Ebbelinghagen durch das Wesetal nach Attendorn und zurück über Roscheid nach Windhausen führt.

Im Attendorner Einzelhandel spürt man das Ausbleiben der Kundschaft aus diesem Bereich, wie der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Christian Springob, konstatiert. „Viele Plettenberger kaufen bei uns ein. Das sind jetzt schon weniger“. Das sei, so glaubt er, schon der Baustelle geschuldet. Und das könnte nach deren Fertigstellung nicht besser werden, befürchtet Springob, wenn durch den Umbau des Feuerteichs zu einer zweistöckigen Parkpalette ein Jahr lang nahezu alle Parkplätze in diesem Bereich der Innenstadt wegfallen.

„Da helfen die neuen Parkplätze zwischen Lidl und Hanse Hotel auch nichts“, so Springob weiter.

Ersatzverkehr in den Ferien

Ein Problem, das von der SPD aufgegriffen worden ist, ist die geplante komplette Einstellung des Busverkehrs zwischen Attendorn und Windhausen während der Sommerferien. Sie fordert, dass ein Ersatzverkehr eingerichtet wird.

Bürgermeister Christian Pospischil erklärte dazu, dass die MVG derzeit eine Befragung ihrer Fahrgäste zu dieser Thematik durchführt, deren Ergebnis Basis der weiteren Beratungen sein soll.