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GEDIA-Werkzeugbau ist im "Finale"

17.08.2007 | 09:15 Uhr

Attendorn. (pep) Der Attendorner Automobilzulieferer GEDIA ist mit seinem Werkzeugbau auf dem besten Weg, im deutschen Top-Wettbewerb "Excellence in Production" den Titel "Bester Werkzeugbau 2007" zu erringen und es damit dem Vorjahressieger WIRO Präzisio

GEDIA, im Vorjahr ebenfalls Teilnehmer des Wettbewerbs, der vom Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen und vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT) ausgerichtet wird, hat die erste hohe Hürde bereits genommen. Als eine von acht Firmen wurde man aus insgesamt 316 Bewerbern für die Endausscheidung nominiert. Unter diesen letzten Acht befinden sich so renommierte Namen wie ThyssenKrupp Presta oder der Cabrio-Spezialist Karmann mit 8 000 Mitarbeitern an 14 Standorten in Europa.

Daher wertet es Guido Schmal, Leiter Werkzeugtechnologie und Produktion bei GEDIA, schon als großen Erfolg, als mittelständisches Unternehmen mit einem Werkzeugbau, in dem rund 100 Personen beschäftigt sind, so weit gekommen zu sein. Mit ausschlaggebend für die Nominierung für die Endausscheidung ist laut Schmal wohl der Umstand, dass sich bei GEDIA im Vergleich zum Vorjahr eine Menge verändert hat und man nach der Fertigung nun auch im Werkzeugbau zum "Global-Player" geworden ist.

Schmal belegt das damit, dass man die Zukaufquote im eigenen Werkzeugbau von 26 auf 42 Prozent erhöht und den Umsatz um 30 Prozent gesteigert hat. Die Zahl der Arbeitsplätze blieb konnstant. Kaufte man bisher überwiegend in Deutschland Basiskomponenten ein, so sitzen die Zulieferer jetzt in der Türkei, Osteuropa, Korea und China, wo sie erheblich billiger produziert werden. Diese kostensparende, bisher vielfach großen Unternehmen vorbehaltene Vorgehensweise ist für Guido Schmal - so paradox es klingen mag - ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland.

Nur so kann der kostenintensive Werkzeugbau auf Dauer hier gehalten werden, denn: "Die Kernkompetenzen bleiben in Attendorn". Das sind die Simulation und Methodenplanung, die 3-D-Bearbeitung auf Fünfachs-Maschinen sowie die finale Feinarbeit am Werkzeug im sogenannten "Try-Out", mit der erst der hohe Qualitätsanspruch der Kunden befriedigt werden kann.

Diese Vorgehensweise sichert den Werkzeugbau in Attendorn, verlangt aber auch von den Mitarbeitern eine stetig steigende Qualifikation, die über das rein fachliche weit hinaus geht. So gibt es bei GEDIA nicht nur das Angebot, Sprachen zu erlernen, sondern es wird auch die Teilnahme an Kulturworkshops ermöglicht, in denen den Mitarbeitern ein breiters Wissen über den Kulturkreis der Geschäftspartner vermittelt wird, mit denen sie es zu tun haben.

Diese neue Ausrichtung des Werkzeugbaus bei dem Mittelständler GEDIA hat die Wettbewerbs-Jury derart überzeugt, dass sie - über die Qualifikation zur Endausscheidung hinaus - auch Guido Schmal eingeladen hat, bei der Preisverleihung am 4. Dezember beim 7. Kolloquium "Werkzeugbau mit Zukunft" in Wiesbaden einen Vortrag hierüber zu halten.

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Kommentare
28.09.2010
19:19
GEDIA-Werkzeugbau ist im Finale
von Marco | #1

Ein sehr interessanter Blog. hat Spaß gemacht ihn zu lesen und jetzt bin ich wieder etwas schlauer geworden :D Danke.

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