Galileo-Park auf den Spuren von Nessie, Bigfoot und Co.

„Monster? Nessi, Bigfoot und Kraken auf der Spur“ heißt die neue Ausstellung im Galileo-Parkl in Lennestadt.
„Monster? Nessi, Bigfoot und Kraken auf der Spur“ heißt die neue Ausstellung im Galileo-Parkl in Lennestadt.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Ohne den Riesenkraken wären die Piraten der Karibik nur halb so spannend. Gehört das gigantische Wesen mit den gierigen Fangarmen ins Reich der Phantasie - oder gibt es wirklich noch unentdeckte Geschöpfe auf dieser Welt?

Lennestadt.. Ohne den Riesenkraken wären die Piraten der Karibik nur halb so spannend. Gehört das gigantische Wesen mit den gierigen Fangarmen ins Reich der Phantasie - oder gibt es wirklich noch unentdeckte Geschöpfe auf dieser Welt? Diese Frage beleuchtet der Galileo-Park in Lennestadt ab Samstag mit der neuen Ausstellung „Monster? Nessie, Bigfoot und Kraken auf der Spur“.

Die gewaltige Seeschlange, die Schiffe zertrümmert und Matrosen hinab in die Tiefe zieht, lebt seit dem Altertum in Abenteuergeschichten. Handelt es sich bei Nessie um einen überlebenden Meeresdinosaurier? Erst kürzlich hat man herausgefunden, was sich hinter den Legenden in Wahrheit verbergen könnte.

Geheimnisvolle Wesen

Zum Beispiel der Riemenfisch. Der noch nicht allzulang entdeckte Meeresbewohner mit den roten Rückenflossen kann bis zu elf Metern lang werden. Möglicherweise ist er das Vorbild für die Überlieferungen von den mordlustigen Seeungeheuern. „Die Tiefsee ist weniger erforscht als unser Sonnensystem“, schildert Wolfgang Schmidt.

Der Lennestädter ist geschäftsführender Gesellschafter der Firma Tracto-Technik und hat sich mit dem Wissenspark in den Sauerland-Pyramiden den Traum erfüllt, ungewöhnliche Ausstellungen zu zeigen. Die „Monster“ sind eine Leihgabe des Kasseler Naturkundemuseums, und gerade die Mischung aus Legende und wissenschaftlicher Beweisführung macht es für die Besucher interessant, Mythen und Mysteriöses zu erforschen.

Kryptozoologie nennt sich die Suche nach den geheimnisvollen Wesen. Als Disziplin ist das Fach in der Wissenschaft nicht unumstritten. Denn neben seriösen Forschern machen sich oft auch Abenteurer auf den Weg, den Spuren etwa des Yetis zu folgen. Und manche Seeschlange mag auch vom Skipper nach einer Dosis Rum zum Leben erweckt worden sein.

Zur Kryptozoologie gehören nur Lebensformen, über die es bereits Berichte oder Sichtungen gibt. Wird ein unbekanntes Tier zufällig entdeckt, fällt das ins Gebiet der normalen Zoologie. So hat der Riesenvogel Moa wirklich in Neuseeland gelebt, bevor er vor Jahrhunderten ausgerottet wurde. Auch der tasmanische Beutelwolf ist durch den Einfluss des Menschen ab 1938 verschwunden.

Angriff des Seeungeheuers

Anhand von inszenierten Biotopen können die Besucher Nessie und Yeti entdecken. Die ungeheuren Tiere sind im Kasseler Museum lebensecht nachgebildet worden. Der Galileo-Park ergänzt die Präsentation noch mit einigen Zaubereien aus dem Bereich der virtuellen Realität. Mit einer Spezialbrille kann man den Angriff des Seeungeheuers simulieren. Und mit einem Tablet-Computer kann man zum Beispiel das Innere des Riemenfisches durchröntgen.

Die Ausstellung will zeigen, dass die Natur jenseits der Legenden spannend und immer für Überraschungen oder Geheimnisse gut ist. Natürlich wird mit vielen interaktiven Angeboten die Neugierde auf kritisches, wissenschaftliches Denken geweckt. Was sind wirklich belastbare Beweise für die Existenz einer Tierart? Und welche anderen Erklärungen gibt es für Sichtungen von Monstern?

Seit es technisch möglich ist, mit Taucherkugeln und Tauchrobotern die Tiefsee zu erforschen und zu filmen, verwandelt sich Seemannsgarn ohnehin manchmal in Realität. So wurde 1976 der Riesenmaulhai entdeckt. Und der Riesenkalmar treibt nicht nur bei den Piraten der Karibik seine Spielchen mit den Schiffen. Diese Tiere gibt es tatsächlich. Man weiß allerdings immer noch nicht, wie monströs sie tatsächlich werden können, weil die Taucher immer größere Exemplare filmen.