Gäste so, wie’s früher war

OT.  Und wieder wendet sich mein Blick
auf das, was jüngst geschah, zurück.


TU Dortmund hat recherchiert,
was ärztlich hier im Kreis passiert.
Dabei wurde herausgefunden,
problematisch wird es in Kirchhundem.
Zu wenig Ärzte, viel Senioren!
„Alarm blinken da die Sensoren“.
Bei Hausärzten Altersstruktur
bereitet dort bald Sorgen nur.
And’re Kommunen hier im Kreis
steh’n besser da, wie man jetzt weiß.

Am Gardasee ist es gelungen,
die Blasmusik, die dort erklungen,
von uns’rer Jugend aus dem Kreis
erreichte dort den ersten Preis.
Alle Juroren war’n begeistert,
wie dies Orchester klar gemeistert,
die Pflichtaufgabe und die Kür.
Dafür gab’s Lob über Gebühr.
Auch Ingo Samp war froh wie nie:
„Sieg in der ersten Kategorie!“


Vor siebzig Jahren Kommunion!
Daran erinnerten sich schon
in Helden „Jubel“-Kommunikanten,
die einst Entbehrungen nur kannten.
Des Krieges Ende stand bevor,
und da entschied der Herr Pastor,
Erstkommunion vorzuverlegen.
Diese Entscheidung war ein Segen.
Wie es vor siebzig Jahren war,
erzählte jetzt ein Jubilar.
Mit Streuselkuchen, Schokolade
betrat man erstmals neue Pfade.


Das Sturmtief „Niklas“ hat gefegt,
zahlreiche Bäume umgelegt.
So wurden Straßen oft blockiert
und auch manch’ Auto demoliert.
Sehr hilfreich und nicht zu entbehren
war’n Einsätze der Feuerwehren.
Und jene Nachricht hat Gewicht:
Personenschäden gab es nicht.


Postbote jetzt seit fünfzig Jahr’
Herr Manfred Sauer ist und war.
In Altenhundem man ihn kennt.
Er jeden Hund beim Namen nennt.
So sind in seiner Postgemeinde
Bewohner und auch Hunde Freunde.
In seiner Zeit, so wird bekundet,
hat viermal er die Erd’ umrundet.


1732wurd’ erbaut
das Haus, das heut’ auf’s Wasser schaut.
Idyllisch liegt’s im Rosenthal,
ältestes Fachwerkhaus zumal.
Sehr interessant ist zu berichten
von Inhaberwechseln und Geschichten.
Als Gasthof eine Konzession
erhielt einst Wilhelm Theile schon.
Der Enkel Theile gab dann auf,
so lautet der Geschichte Lauf.
Ein neues Gastronomenpaar
wünscht Gäste sich, wie’s früher war.


Karsamtag gab’s den Semmelsegen,
dem fiebert’ Attendorn entgegen.
Andreas Neuser, der Pastor,
nahm dieses Ritual gern vor.
Gesegnet schmeckt das Brot mit Kümmel
und Schinken drauf wie „Brot vom Himmel“.


Die Poskebrüder zogen bald
mit Sing und Sang in den Stadtwald,
zu schlagen dann die größten Fichten,
am Osterfeuer aufzurichten.
Nur eines wird niemals vergessen,
die Fichten werden erst vermessen.
An Umfang wohl am dicksten war
der Stamm der Wasserpoorte gar.
Der längste Stamm, so hörte jeder,
der maß fast 34 Meter.
Niedersten Poorte Poskebrüder
streckten den Stamm im Wald darnieder.
So liegt mit Osterbrauchtum vorn
die Bürgerschaft von Attendorn.



Das war es wieder hier und heute.
Bis nächste Woche,liebe Leute.