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Für Moschee in der alten Post - Gegen Kauf durch EMUG

15.01.2013 | 18:15 Uhr
Für Moschee in der alten Post - Gegen Kauf durch EMUG
Im ehemaligen Finnentroper Postgebäude soll eine Moschee entstehenFoto: Plugge, Peter

Finnentrop.   Zwar soll dort der Moscheeverein weiter eine neue Moschee einrichten, doch will man nicht die EMUG als Käufer.

Wird vielleicht doch keine Moschee aus dem alten Postgebäude an der Bamenohler Straße in Finnentrop? Nach Informationen unserer Zeitung vollzog eine Mehrheit im Finnentroper Gemeinderat im nichtöffentlichen Teil der Sitzung vom 27. Dezember eine Kehrtwende und beschloss, dass die Gemeinde von ihrem Vorkaufsrecht für das Gebäude Gebrauch machen soll.

Anlass hierfür war allerdings nicht, das Gebäude bzw. die Fläche, wie von der FÜR Finnentrop-Fraktion im Oktober beantragt, für eine „Wiederbelebung und Neugestaltung der Tallage entlang der B 236“ verwenden zu können. Eine deutliche Ratsmehrheit ist nach wie vor dafür, dass der Finnentroper Moscheeverein Nutzer oder auch Besitzer des Komplexes wird. Verhindert werden soll mit diesem Beschluss nach Informationen unserer Zeitung aber ein Verkauf an die „Europäische Moscheebau- und Unterstützungsgemeinschaft“ (EMUG) in Köln, die als Käufer für den Finnentroper Moscheeverein aufgetreten sein soll.

Wie die Verwaltung in der nichtöffentlichen Sitzung mitgeteilt haben soll, steht die EMUG unter anderem auch in Nordrhein-Westfalen als Verwalterin des umfangreichen Immobilienbesitzes der als islamistisch eingestuften Islamischen Gemeinschaft Milli Görus e.V. (IMIG) unter Beobachtung des Verfassungsschutzes, wie auch in dessen Bericht des Jahres 2011 nachzulesen ist. Grund genug für eine Mehrheit des Rate, einen Verkauf des Postgebäudes an die EMUG zu verhindern.

Seitens der CDU-Fraktion ist in der Sitzung allerdings deutlich gemacht worden, dass man weiterhin die geplante Nutzung durch den Finnentroper Moscheeverein wolle und unterstütze. Das bestätigte deren Fraktionsvorsitzender Ralf Helmig auf Anfrage unserer Zeitung ausdrücklich. Mit Verweis auf ein noch nicht abgeschlossenes nichtöffentlichen Verfahren wollte er aber, genau wie Bürgermeister Dietmar Heß, keinen weiteren Kommentar zu dem Thema abgeben.

Nach Informationen unserer Zeitung ist man seitens der Gemeindeverwaltung bestrebt, mit dem Moscheeverein eine für beide Seiten vertretbare Lösung zu finden, doch gibt es wohl Probleme bei der Findung eines Gesprächstermins.

Der Finnentroper Moscheeverein bietet derweil seine derzeitige Moschee in der Lennestraße, die in eine m Haus aus dem Jahr 1908 mit 350 m² Wohnfläche auf einem 854 m² großen Grundstück untergebracht ist, unter anderem in Internet für 89 000 Euro zum Verkauf an.

Peter Plugge

Kommentare
17.01.2013
08:33
Für Moschee in der alten Post - Gegen Kauf durch EMUG
von Stavros | #1

Da haben aber einige kalte Füße bekommen.....

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Für Moschee in der alten Post - Gegen Kauf durch EMUG
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2013-01-15 18:15
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