Für den Fall der Fälle Vorsorge treffen

Olpe..  Jeder verantwortungsvolle Bürger sollte für den Fall der Fälle eine angemessene Vorsorge treffen. Dazu gehört neben einer Vorsorgevollmacht unbedingt auch eine Patientenverfügung. Das waren die Leitsätze der Informationsveranstaltung des AWO-Ortsvereins Olpe im Olper Mehrgenerationenhaus.

Patientenverfügung

Rechtsanwalt Thomas Gosmann vermittelte den Zuhörern und Zuhörerinnen in anschaulicher Weise, welche Punkte unbedingt geregelt werden müssten und worauf nicht verzichtet werden dürfte. Zum Beispiel reicht eine Vorsorgevollmacht allein nicht aus, denn ein Bevollmächtigter stößt ohne Patientenverfügung gerade dann an seine Grenzen, wenn es darauf ankommt, über Nichteinleitung oder Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen zu entscheiden. Der oder die Bevollmächtigte sollte unbedingt eine Vertrauensperson sein, die auch den Willen des Ausstellers durchsetzen will und kann.

Schriftform

Die Vorsorgevollmacht muss im Original vorliegen. Deswegen ist die bevollmächtigte Person zu informieren, wo das Original aufbewahrt wird. Zweckmäßig ist es, ihr eine Kopie der Vollmacht auszuhändigen. Auch eine Patientenverfügung bedarf der Schriftform und muss eigenhändig unterschrieben werden- oder, sofern das nicht geht, durch ein von einem Notar beglaubigtes Handzeichen unterzeichnet sind.

All dies und noch viele weitere wichtige Details erfuhren die Gäste der gut besuchten Veranstaltung.