Für das Auge und nicht für den Magen

Schwäne..  Zunächst einmal entzieht es sich meinem Verständnis, dass es Frauen gibt, die in der Lage sind, auf Tiere zu schießen. Nun waren es sogar zwei Frauen, welche die Heldentat vollbrachten, zwei Schwäne zu erschießen. Was sich diese beiden „Jägerinnen“ bei dieser Aktion gedacht haben, ist sicher schwerlich zu ergründen.


Zumindest waren sie im Nachhinein in der Lage, eine Erklärung für ihre Tat anzubieten, nämlich, dass Schwäne jagdbar und sogar essbar sind. Das mag ja sein, allerdings haben sie hiermit ihren Waidgenossen, welche z. Zt. gegen das neue Jagdgesetz Sturm laufen, einen „Bärendienst“ erwiesen. Was die Essbarkeit von Schwänen anbelangt, so lässt sich in einschlägiger Literatur nachlesen, dass es hierzu schon einer besonderen persönlichen „Geschmacklosigkeit“ bedarf. Zudem hat irgendjemand einmal gesagt: „Schwäne sollten unser Auge erfreuen und nicht unseren Magen füllen“.


Die Möglichkeit, sich an der Schönheit dieser Tiere zu erfreuen, haben diese zwei „Waidfrauen“ mit ihrer sinnlosen Aktion nunmehr beendet.


Willi Hünnekens,
57368 Lennestadt