Fritz Gerwiener züchtet erfolgreich Fichtenkreuzschnäbel

Wunderschön anzusehen: Die Fichtenkreuzschnäbel aus der Zucht des Rönkhausers Fritz Gerwiener.
Wunderschön anzusehen: Die Fichtenkreuzschnäbel aus der Zucht des Rönkhausers Fritz Gerwiener.
Foto: WP
Der Rönkhauser sammelt auf nationaler wie internationaler Ebene Preise und Titel. Sein Traum ist eine Goldmedaille.

Rönkhausen..  Wenn Fritz Gerwiener mit seinen Fichtenkreuzschnäbel auf Meisterschaften geht und diese ausstellt, dann haben die anderen Züchter zumeist das Nachsehen. Und das seit 1989. 24 Mal war er seitdem mit seinen Vögeln nun schon Deutscher Meister. So auch Anfang des Jahres wieder bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Salzuflen. Da war er wieder ganz oben auf dem Seigertreppchen. Dazu kamen zahlreiche zweite und dritte Platze. „Wie viele weiß ich schon nicht mehr genau“, so der 73-jährige Rönkhauser.

Außerdem kommen vordere Platzierungen im Landesverband Sauerland, der von Hagen über Siegen bis nach Paderborn geht, hinzu. Doch auch international ist er mit seinen Fichtenkreuzschnäbeln ganz weit vorne. Dreimal Silber und dreimal Bronze holte er in den letzten Jahren bei Weltmeisterschaften. „Um auf dem Treppchen zu stehen, muss man dem Publikum und der Jury schon sehr gute Vögel präsentieren“.

Bronze in Holland eine Sensation

Das hat er immer gemacht, wie eine weitere, aktuelle Bronzemedaille dokumentiert. Die bekam er für eine Kollektion seiner Vögel im niederländischen Rosmalen. „Eine Kollektion sind immer vier gleiche Vögel. Ich habe vier Weibchen ausgestellt und diese hervorragende Platzierung war für mich und den Verein, den Verband Sauerland, eine Sensation“, so der erfolgreiche Züchter. Immerhin stellen sich rund 27 000 Vögel Jahr für Jahr den Augen der internationalen Jury. Darunter auch seit Jahren die Fichtenkreuzschnäbel von Fritz Gerwiener.

Bei der Zucht hat er ein glückliches Händchen, was sich in seinen zahlreichen Erfolgen widerspiegelt. Jetzt hofft der Rönkhauser auf weitere Champions. Gerade sind wieder neue Küken geschlüpft. „Mein Ziel ist es, einmal eine Goldmedaille auf internationalem Parkett mit einer Kollektion meiner Vögel zu gewinnen. In diesem Jahr habe ich mit meinen Pärchen beste Voraussetzungen dafür. Den Nachwuchs werde ich dann 2016 bei den Weltmeisterschaften in Portugal ausstellen. Dann heißt es: Daumen drücken“, so Gerwiener.

Zuchtvolieren im Keller

Bis dahin muss er aber noch etliche Male die Stufen in seinen Keller hinabsteigen. Hier stehen die mit vielen Fichtenzweigen ausgestatteten Zuchtvolieren. Die eigentlichen Wildvögel fühlen sich so wie in einem Wald, ihre natürlichen Umgebung. Sie haben Nistmaterial und bauen in den Zweigen ihre Nester, um ihre Eier abzulegen.

Nur die besten Tannenzapfen

Als besondere Leckerbissen gibt es Tannenzapfen. Die sucht der Züchter selber in den heimischen Wäldern. „Ich habe sehr gute Verbindungen zu den Jagdaufsehern in der Umgebung. Die wissen immer, wo ich die besten Tannenzapfen finden kann“, berichtet Fritz Gerwiener. Zum Dank trinkt er mit ihnen manchmal ein Glas in seinem Stammlokal, dem Gasthof Huss. Hier drücken ihm auch seine Stammtischfreunde die Daumen, wenn seine Vögel und er mal wieder auf Medaillenjagd sind.

„Eine Goldmedaille“, träumt Züchter Fritz Gerwiener, „das wäre der schönste Lohn für meine Arbeit, die Zeit und auch das Geld, das ich bist jetzt in dieses schöne Hobby investiert habe.“