Frau Müller muss weg

Olpe..  Das Theaterprogramm der Stadt Olpe wird mit einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Komödien der letzten Jahre fortgesetzt. Am Donnerstag, 19. Februar, wird um 20 Uhr in der Stadthalle Olpe das Stück „Frau Müller muss weg“ von Lutz Hübner in einer Inszenierung des Euro-Studio Landgraf aufgeführt.

Beschimpfungen

Fünf Elternvertreter einer vierten Grundschulklasse haben die Lehrerin Frau Müller um eine Unterredung gebeten, um ihr zu sagen, was sie von ihr halten: Nämlich nichts. Mütter wie Väter sind sich einig. Nicht die eigenen Sprösslinge sind Schuld an dem miserablen Leistungsstand der Klasse, sondern allein die unfähige Lehrerin. Frau Müller soll weg. So schnell wie möglich. Die Kinder sollen mit einer anderen Klassenlehrerin noch die Chance bekommen, den Wechsel ans Gymnasium zu schaffen. Sachlich und fair wollen die Eltern das Gespräch führen. Aber schon nach kurzer Zeit dominieren Vorwürfe, Beleidigungen und Beschimpfungen.

Hoffnungslose Fälle

Aber das sieht Frau Müller alles nicht. Sie findet deutliche Worte über den Nachwuchs und bescheinigt Faulheit, Verhaltensauffälligkeit, geringe Lernbereitschaft, präsentiert gefälschte Entschuldigungsschreiben, richt von Unterbegabung, Talentlosigkeit und hoffnungslosen Fällen. Das Gespräch eskaliert. Frau Müller will weg. Die Eltern bekommen schließlich noch die Gelegenheit, die Zensuren ihrer Kinder einzusehen. Große Überraschung: Die Leistungen der Sprösslinge sind gar nicht so schlecht wie befürchtet. Da wechselt die Stimmung. Frau Müller soll bleiben. Wird sie bleiben? Das Stück ist hochkarätig besetzt. Es spielen Claudia Rieschel, Gerit Kling, Wolfgang Seidenberg, Iris Boss, Katrin Filzen und Thomas Martin unter der Regie von Kay Neumann.