Folk in den Bergen begeistert die Fans

Paul Quiter, Sprecher des Vorstands des Deutschen Kinderhospizvereins und Luzia Richter, Sozialengagement und Veranstaltungsorganisation überreichen dem Star ein von erkrankten Kindern gemaltes Bild.
Paul Quiter, Sprecher des Vorstands des Deutschen Kinderhospizvereins und Luzia Richter, Sozialengagement und Veranstaltungsorganisation überreichen dem Star ein von erkrankten Kindern gemaltes Bild.
Foto: WP

Grevenbrück..  Tolle Stimmung und begeisterte, zufriedene Künstler standen am Samstag auf den Veischedewiesen in Grevenbrück im Mittelpunkt. Nur einer spielte nicht so richtig mit: Wettergott Petrus zeigte sich nicht von seiner besten Seite und bescherte den Organisatoren des Revivals der Kultveranstaltung „Folk in den Bergen“, kühle Temperaturen und ständig wiederkehrende, anhaltende Regenphasen. Leider.

Weniger Besucher als erwartet feierten deshalb beim fast 12-stündigen Programm mit internationalen Künstlern mit. Aber die, die da waren, machten das einzig richtige: Sie schützten sich an den überdachten Bierrondellen vor dem nassen Guss, steigerten die eigene Körpertemperatur dadurch, dass sie im Takt der Musik mitwippten. Das Publikum war bunt gemischt, vom Jugendlichen bis hin zu älteren Semestern, die das Festival schon zu Urzeiten in den 70ern erlebt hatten. Für jede Altersgruppe hatten die Verantwortlichen die passenden Künstler verpflichten können. Ein gigantisches, musikalisches, hörenswertes Programm, das nicht nur an alte Zeiten erinnerte. „Stimmungsmäßig war es fantastisch. Die Besucher waren begeistert, bis zur letzten Gruppe. Den Grevenbrückern und umliegenden Orten ist was geboten worden. Nur leider wurde es nicht angenommen. Die Besucherzahlen waren bescheiden“, bilanzierte Werner Forth, zweiter Vorsitzender der „Arge 2015 - 875 Jahre Grevenbrück“. Rund 700 Besucher zählte die Polizei.

Viele Höhepunkte

Los ging`s mit der jungen Formation „CM Travel“, die die Gäste mit gecoverten, aktuellen Popsongs in ihrem Stil arrangiert in Schwung brachten. Dann durften die erfahrenen Musiker der heimischen Band „Far out“ ran. Mit den Auftritten von Tannahill Weavers und Dougie MacLean, die die „Folk in den Bergen“-Fans schon vor Jahrzehnten auf Trab hielten, ging es weiter. Beide standen sogar gemeinsam auf der Bühne. Weiteres Highlight war Madeline Juno. Die 19-jährige begeisterte auch das Publikum auf der Vescheidewiesen. Es folgte YÁkoto, die für den Echo nominiert mit ihrer genial, souligen Stimme, ein weiteres Highlight des Tages war.

Top-Act war Gregor Meyle, der auf seiner Deutschlandtournee Station in Grevenbrück machte und in seiner rund 90-minütigen Show mit Songs wie „Du bist das Licht“, „Heute Nacht“ und „Keine, ist wie Du“ die Fans in seinen Bann zog.

Ihm wurde eine besondere Ehre zuteil. Paul Quiter und Luzia Richter vom Deutschen Kinderhospizverein überreichten dem Star und Kinderhospiz-Botschafter ein von erkrankten Kindern gemaltes Bild.

Das Bild ist kürzlich im Rahmen des 25-jährigen Vereinsbestehens aus mehreren Bildern zusammengesetzt worden. Bescheiden bilanziert der sympathische Sänger sein Engagement: „Es ist für mich etwas besonders Schönes. Man merkt wie unwichtig manch andere Dinge sind. Es ist einfach Wahnsinn wie taff die Kids trotz ihrer schweren Erkrankungen sind.

Viele „soziale“ Krankheiten könnten geheilt werden, wenn sich die Menschen engagieren würden. „Man bekommt einfach Mut, wenn man sieht, wie die Kinder mit ihrer Situation umgehen“, sagte Meyle am Rande des Festivals