Flüchtlinge: Zurück nach Olpe

Flüchtlinge..  Bis vor nicht allzu langer Zeit hatten Migranten sich zu integrieren. Jetzt höre ich immer wieder, wir würden die uns zugewiesenen Flüchtlinge integrieren. Hört sich wie ein Fortschritt an, ich befürchte allerdings, dass vielen, die das sagen, nicht ganz klar ist, was es bedeutet.


Der Aufenthalt in einer ZUE dauert lang genug, diesen Fragen nachzugehen. Dass die Flüchtlinge dann anderen Kommunen zugewiesen werden, ist von hier aus nicht zu ändern. Es ist aber sehr wohl möglich, weiterhin Kontakt zu denen zu halten, die Interesse an einem Leben in Olpe gezeigt haben. Ist man ihnen auch noch bei ihrem Anerkennungsverfahren behilflich und kümmert sich um Arbeit und Wohnung, dann werden sie nach ihrer Anerkennung als Flüchtling oder Asylberechtigter gerne zurück nach Olpe kommen. Erst von diesem Moment an kann Integration beginnen.


Vor allem aber werden sich mehr und mehr Städte nach nüchterner Analyse ihrer demografischen Situation um eine ZUE bemühen. Die Wahrscheinlichkeit, unter den Zugewiesenen Neubürger zu gewinnen, sinkt dadurch weiter.


Eine ZUE ist zwar Landessache, schließt ehrenamtliches Engagement in der oben skizzierten Form aber nicht aus. Ich hätte kein Problem damit, wenn das Regenbogenland einmal die Vorzeige-ZUE des Landes NRW wäre. Unter integrationsbereiten Flüchtlingen würde sich das herumsprechen.
Der im Demografiebericht prognostizierte Rückgang der arbeitenden Bevölkerung lässt sich so zwar nicht ganz verhindern, aber erheblich abmildern.


Fragt man junge Menschen, was sie von Zuwanderung halten, hört man: Ich freue mich auf jeden, der mir in 20 Jahren hilft, eure Rente aufzubringen.
Heinrich Maiworm, Olpe