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Regenerative Energie

Finnentroper können Solar-Anteile kaufen

08.09.2010 | 12:00 Uhr
Finnentroper können Solar-Anteile kaufen
Peter Königkamp, Dietmar Heß, Frank Nennstiel und Aloys Weber (v.l) stellten jetzt das Projekt Bürger Solar Finnentrop vor.

Finnentrop.Strom kommt aus der Steckdose. Bei seiner Produktion gibt es mehrere Wege. Auch in Zeiten, in denen längere Laufzeiten für Atomkraftwerke beschlossen werden, sind regenerative Energien eine Alternative.

Das nutzt jetzt auch die Gemeinde Finnentrop in Kooperation mit der Sparkasse Finnentrop. Auf dem Dächern der Grundschulen Bamenohl und Heggen sind vor einiger Zeit Photovoltaikanlagen in der Größe von 144 und 212 Quadratmeter errichtet worden. Erstmals können sich jetzt interessierte Bürger der Gemeinde an dieser Investition beteiligen. Bei der Sparkasse Finnentrop kann ab sofort bis zum 24. September der „Sparkassen RentalPlan Bürger Solar Finnentrop“ gezeichnet werden. Ein langer Name für ein einfaches Prinzip.

„Jeder Bürger kann mit einem Volumen von 2 000 Euro einsteigen. Über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren erwirtschaftet der Käufer eine jährliche Rendite von 5,75 Prozent, sprich, jährlich erfolgt eine Rückzahlung von 170,50 Euro. Das sind über die gesamte Laufzeit immerhin Zinsen von über 1 400 Euro,“ erklärt Sparkassendirektor Frank Nennstiel. Möglich ist diese lange Zinsgarantie, da der Auszahlungsplan an die Laufzeit der vertraglich vereinbarten Stromeinspeisung der Photovoltaikanlagen in Bamenohl und Heggen gekoppelt ist.

Sparkassenvorstand Peter Königkamp glaubt, dass das Zeichnungsvolumen im Gegenwert der Gesamtinvestition der Gemeinde in Höhe von 160 000 Euro wohl schnell überzeichnet sein wird. „Bei mehr als 80 Zeichnungen werden die Zeichner unter notarieller Aufsicht zugelost.“ Für Bürgermeister Dietmar Heß und dem ersten Beigeordneten Aloys Weber ein neuer Weg bei der nachhaltigen, regenerativen und klimafreundlicher Energieerzeugung.

„Dieses ist jetzt ein erster Versuch. Die Gemeinde hat sich hierbei die technische Seite wie die zur Verfügungstellung der Dächer, die Errichtung der Anlagen und auch die Versicherung der Anlage übernommen. Die finanzielle Seite liegt bei der Sparkasse und dann auch bei den Bürgern der Gemeinde.“ Sollte das Projekt erfolgreich sein, ist eine Neuauflage dieses Angebotes bei weiteren Instandsetzungen der Dächer an öffentlichen Gebäuden möglich.

Wer sehen will, ob „seine“ Anlage auch genügend Energie erzeugt, kann sich im Internet unter www.suntrol-portal.com über die Stromproduktion der Anlage auf der Grundschule Hegen informieren. Bamenohl wird folgen.

Barbara Sander-Graetz

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