Feuerwehr ist Vorbild für Engagement

Drolshagen..  Die erste gemeinsame Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr der Stadt Drolshagen gemeinsam mit dem Löschzug Iseringhausen, war auch zugleich die letzte für Theo Hilchenbach in seinem Amt als Bürgermeister.

„In den 22 Jahren meiner Dienstzeit ist mir die Feuerwehr ans Herz gewachsen. Sie ist ein besonderes Vorbild für uneigennütziges ehrenamtliches Engagement und Kameradschaft“, betonte Hilchenbach und dankte insbesondere für die stets offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Wehrführung, auf die man immer habe bauen können und für die Solidarität und Pflichtbewusstsein keine leeren Worthülsen seien.

Zwingende Pflichtaufgabe

Nie habe es ernsthafte Auseinandersetzungen und Unstimmigkeiten gegeben, sondern vielmehr viele freundschaftliche und fruchtbare Begegnungen. Die Stadt ihrerseits habe nach ihren Möglichkeiten immer die erforderliche Ausrüstung zur Verfügung gestellt, um Leib und Leben der Bevölkerung zu schützen. „Ich erwarte von den Verantwortlichen, dass sie die Feuerwehr nicht als notwendiges Übel und flexible Masse, sondern als zwingende Pflichtaufgabe sehen“, appellierte Hilchenbach. Und da es nicht gesichert ist, ob er die neue Drehleiter, die nach Beschluss des Rates in diesem Jahr angeschafft werden soll, in seiner Amtszeit noch übergeben kann, überreichte er Wehrleiter Armin Fahrenkrog ein kleines Modell derselben.

Kompetent und schnell

„Gemeinsam besser werden“, unter dieses Motto stellte Fahrenkrog seine Begrüßung. Durch gegenseitiges Helfen und Vertrauen könne man nur gewinnen. Einzelkämpfer, Kommunen und Gemeinden, die nur an ihre eigenen Vorteile denken, hätten in einer Welt, die immer kleiner und immer globaler werde, ihre Berechtigung verloren.

Interkommunale Zusammenarbeit spare Geld, Arbeit und Zeit, fördere den Austausch von Fachwissen, sichere kompetente und schnelle Hilfe für die Bürger, betonte Fahrenkrog. Gemeinsam besser werden heiße auch, Lösungen zu finden, mit denen Feuerwehr, Stadtrat und Verwaltung leben könnten.

Kreisbrandmeister Christoph Lütticke stellte die Bedeutung des Ehrenamtes heraus sowie die Unterstützung des Engagements als besonders wichtige Aufgabe für die Zukunft. „Die Übernahme von Führungsaufgaben innerhalb einer Feuerwehr ist mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand verbunden, der die Mitglieder der Feuerwehr erheblich fordert“, so Lütticke und verwies auf aktuelle Projekte, die auf Landesebene gestartet wurden, um die Handlungsfähigkeit der Wehren für die Zukunft zu sichern.

121 Mitglieder

Entgegen dem allgemeinen Trend freut man sich in Drolshagen über einen konstanten Personalbestand. Insgesamt verfügt die Wehr mit ihren drei Löschzügen über 121 Mitglieder in der aktiven Wehr, wobei sechs aus der Jugendfeuerwehr übernommen wurden. Die Ehrenabteilung umfasst 46 Kameraden. In der Jugendfeuerwehr sind 28 Mädchen und Jungen aktiv. Acht Jungen konnten neu aufgenommen werden.

In den beiden Musikzügen spielen 104 Musiker, in den Jugendorchestern zwölf.

Im vergangenen Jahr gab es für die Feuerwehr 62 Einsätze, wobei es sich in 42 Fällen um Technische Hilfeleistungen handelte.