Feuer in Attendorn: Polizei geht von Brandstiftung aus

Attendorn..  Vorbehaltlich weiterer ­Ermittlungsergebnisse geht die Polizei von vorsätzlicher Brandstiftung als Ursache des Feuers aus, das in der Nacht zu gestern den Schnellimbiss „Hanse Grill“ an der Ecke Wasserstraße/Ostwall in Attendorn schwer beschädigte.

Passanten bemerkten gegen 0.30 Uhr eine Brandentwicklung in dem Gebäude und alarmierten Polizei und Feuerwehr. Als diese nur wenig später am Brandort eintrafen, brannte das Giebeldach des frei stehenden Gebäudes bereits nahezu in voller Ausdehnung. Den Wehrleuten gelang es, mehrere Propangasflaschen aus dem Gebäude zu bergen. Bei den Löscharbeiten, die bis gegen 3 Uhr dauerten, waren insgesamt 50 Wehrmänner der Löschzüge Attendorn und Ennest, darunter zahlreiche Atemschutzträger, mit sieben Fahrzeugen im Einsatz. Aus Sicherheitsgründen fand der Löschangriff mir drei C-Rohren von außen statt. Mit Hilfe der Drehleiter wurde das Dach abgedeckt, um alle vorhandenen Glutnester ablöschen zu können.

Mann entfernt sich vom Brandort

Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wurden Aufbruchspuren festgestellt und eine Seitentür des Imbiss stand offen. Daher, und weil die Zeugen, die den Brand meldeten, eine verdächtige Person sahen, die sich schnell in Richtung Hallenbad entfernte, geht die Polizei von Brandstiftung aus. Es soll sich um einen 1,75 bis 1,80 Meter großen, schlanken Mann gehandelt haben, der mit einer kurzen schwarzen Jacke und einer Wintermütze bekleidet war. Zur weiteren Spurensuche und -sicherung, die bereits gestern Morgen stattfand, wurde der Brandort beschlagnahmt. Eventuelle weitere Zeugen werden gebeten, sich bei der Kreispolizeibehörde Olpe unter (02761) 92 69 25 50 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Neubau auf dem Gelände geplant

Das Gebäude, bei dem sich um einen Verkaufscontainer handelt, der nachträglich umbaut und mit einem Giebeldach versehen wurde, wurde durch das Feuer und Löschwasser stark in Mitleidenschaft gezogen. Zur Schadenshöhe machte die Polizei keine Angaben. Was mit dem Gebäude weiter geschieht ist noch offen, zumal es bereits Pläne für eine neue Bebauung des gesamten Bereichs zwischen den Straßen Am Gerbergraben, Wasserstraße und Ostwall gibt, die in den politischen Gremien der Hansestadt diskutiert werden.