Fernholte: Kreis und Stadt Attendorn stimmen Vorgehen ab

Attendorn..  Der Verein Eckenbachtal hat im Eilverfahren Recht bekommen, das Verwaltungsgericht in Arnsberg hat die wasserrechtliche Genehmigung des Kreises Olpe, die der Stadt Attendorn die Verlegung eines Gewässers und damit die weitere Erschließung des geplanten Gewerbegebiets Fernholte erlaubt, gestoppt. Der Kreis Olpe ist der Beklagte, die Stadt Attendorn die Betroffene. Ihr fehlen freie Gewerbeflächen, die sie der heimischen Industrie anbieten kann.

Und das wird auch länger so bleiben als bisher gehofft. Denn eines ist klar: Egal wie der Kreis und die Stadt auf diesen Beschluss des Gerichts reagieren, die Erschließung des Gewerbegebiets verzögert sich - mindestens.

Wie Kreisdirektor Theo Melcher auf Anfrage dieser Zeitung erklärte, will man zunächst den Gerichtsbeschluss analysieren und dann das Gespräch mit der Stadt Attendorn suchen, „um dann in enger Abstimmung eine Lösung zu erarbeiten und zu beschließen, wie wir weiter vorgehen wollen“.

Planfeststellung eine Alternative

Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen könnte man Rechtsmittel gegen den Beschluss einlegen und die nächsthöhere Instanz anrufen, das Oberverwaltungsgericht. Eine andere Variante ist die, dass man den Beschluss im Eilverfahren zunächst akzeptiert und das Urteil in der Hauptsache abwartet. Das kann ein gutes halbes Jahr dauern und bedeutet in jedem Fall Zeitverzögerung.

Das gilt auch für die nächste denkbare Alternative die da heißt, die bisherige Planungsgrundlage aufheben und in ein Planfeststellungsverfahren einsteigen. Denkbar ist auch, dass man das vermeintliche Quellgebiet aus den Planungen für das Gewebegebiet herausnimmt.

Diese Alternativen will Melcher mit der Stadt Attendorn erörtern und das Ergebnis eventuell bereits in der Sitzung des Kreis-Umwelt- und Strukturausschusses am Donnerstag in Olpe bekannt geben.