Familie Schmücker zieht es nach Olpe

Olpe..  Das Gastgewerbe liegt ihnen im Blut. Die Wurzeln dafür hat Adolf Schmücker gelegt, der in Olpe das Hotel „Kölner Hof“ betrieb, das später sein Sohn Paul übernahm. Zur „Dynastie“ der Schmückers gehörten aber auch die Bahnhofsgaststätten in Sondern und Olpe und das Gasthaus Listertalsperre. Heute lebt die Familie über ganz Deutschland und das benachbarte Ausland verteilt.

Aber jetzt trafen sich 45 der 96 Familienmitglieder in Sondern. „Organisiert hat das die Jugend“ erzählt Adolf Schmücker, der im Olper Hotel „Zum Schwanen“ logierte. Sein Vater Adolf (und später sein Bruder Paul) war Inhaber des Kölner Hofs. Das Hotel - es stand an der Kreuzung Bruchstraße, Franziskaner und Bahnhofstraße (heute Kreisverkehr) - musste Ende der 70er Jahre weichen. Den Schlusspunkt unter die Geschichte eines der renommiertesten Häuser am Platze setzte der Abbruchbagger.

Sein Bruder Paul, zur Zeit des Verkaufs Inhaber des Kölner Hofs, ging nach Bonn und ist zwischenzeitlich ebenso wie die Brüder Alois und Gerd verstorben. Adolf Schmücker betrieb von 1957 bis 1970 den Gasthof an der Listertalsperre, ging dann nach Wuppertal und führte zwischen 1970 und 1990 für die Wicküler Brauerei fünf Gaststätten. Danach ging er nach Chur in der Schweiz - ins Romantikhotel Stern. In der Schweiz lebt der 82-Jährige auch heute noch, schließlich ist seine Ehefrau Schweizerin.

Irgendwie geblieben ist aber die Verbindung der Familie zu Olpe, auch wenn heute nur noch einer aus der Schmücker-Familie in Olpe lebt, und zur Bahn. Adolf Schmückers Opa Josef stand auf der Lok, als der erste Zug von Olpe nach Finnentrop fuhr. Und die Familie hat im Laufe der Jahre viele Bahnhofsgaststätten geführt.

Metier treu geblieben

Dem Metier ist zumindest die Familie von Adolf Schmücker treu geblieben. Schmückers ältester Sohn Georg ist Küchenmeister und hat auf einem Luxusschiff die Weltmeere bereist, sein Sohn Michael ist Hotelmeister und war Chefsteward auf dem Segelschiff Seacloud, erzählt sein Vater. Georg Schmücker arbeitet heute in der Internationalen Entwicklungsküche von Knorr, Michael Schmücker betreibt als Großgastronom in Stuttgart ein Cateringunternehmen.

Am Samstag trafen sich alle - vom Kleinkind bis zur 96-jährigen Seniorin - in den Sonderner „Seeterrassen“. Es war das erste große Familientreffen. Aber es soll nicht das letzte gewesen sein.