Fachwerkhaus bleibt Elspe erhalten

Im Hause Börger wurde bereits seit seiner Errichtung um das Jahr 1810 eine Gaststätet betrieben.
Im Hause Börger wurde bereits seit seiner Errichtung um das Jahr 1810 eine Gaststätet betrieben.
Foto: WP
Um das Jahr 1810 herum wurde das alte Fachwerkhaus Börger an der Bielefelder Straße in Elspe erbaut. Von Anfang an war hier auch eine Gaststätte untergebracht.

Elspe..  Das Haus Boerger in der Bielefelder Straße in Elspe, in dem „Kurven-Jupp“ und seine Familien viele Jahrzehnte die Gaststätte „Zur Linde betrieb, hat den Besitzer gewechselt.

Proppenvoll war der Saal im Lennestädter Amtsgericht, als das aus dem Jahre 1810 stammende Fachwerkhaus unter den Hammer kam. Den Zuschlag erhielten bei einer Summe von 77 000 Euro die Brüder Tobias (39) und Jörg (36) Brüggemann.Für den gelernten Maurer bzw. den Schreiner, die seit 6 bzw. 7 Jahren selbstständig sind, steht ohne Wenn und Aber fest: „Wir werden das Haus für den Ort erhalten. Erster Schritt dazu muss eine grundlegende Sanierung des Gebäudes sein.“

Da haben sich die beiden Handwerker aber wirklich eine Menge vorgenommen, um den Kneipenbereich samt drei Wohnungen (insg. 430 qm Wohn- bzw. Nutzfläche) und den Dachboden (rund 150 qm wieder herzurichten. Was die spätere Nutzung des stattlichen Fachwerkhauses anbelangt, sind die Brüder noch offen für mehrere Konzepte.

Tobias Brüggemann: „Vorstellbar wäre sicherlich der Ausbau des Erdgeschosses zu senioren- und altersgerechten Wohnungen. Die Wohnungen in der ersten Etagen müssten dann auf modernen Stand gebracht werden. Und auch der Dachboden wäre sicherlich noch ausbaufähig.“

Die Geschwister wissen von der uralten Kneipen-Tradition in dem Gebäude. Seit seiner Errichtung, so wusste Ortsheimatpfleger Wolfgang Poguntke zu berichten, existierte hier eine Gastwirtschaft. „Sollte es Interessenten mit einem schlüssigen gastronomischen Konzept, das auch ein Speisenangebot enthält, geben, würden wir uns sicherlich auch über diese Alternative ernste Gedanken machen“, so Jörg Brüggemann.“

Poguntke machte auf Anfrage unserer Zeitung auf die Historie gerade in diesem Elsper Bereich, an dem er die Existenz eines frühen Königshofs vermutet, aufmerksam. Im Keller des Fachwerkhauses seien noch runde Stein-Fundamente erkennbar, die auf einen ehemaligen Turm schließen ließen: „Geschichtsträchtige Erde also.“