Es gibt keine absolute Flaute mehr

Wind- und Sonnenenergie. Es ist schon sonderbar, wie Herr Faulenbach mit der ach so eindeutigen Faktenlage umgeht. Sonnen- und Windenergie sind die Energieträger mit dem größten Potenzial und stehen nahezu unbegrenzt zur Verfügung. Dass einigen Leuten als Speicherung lediglich das alte Prinzip der Pumpspeicherung einfällt und neue Konzepte wie Windgas, Ringwallspeicher oder Druckluftspeicher und intelligente Stromnetze außen vor bleiben, erstaunt doch immer wieder.


Unbeachtet bleibt auch, dass das 0-kW-Szenario immer nur geografisch begrenzt ist und nicht deutschland- oder gar europaweit auftritt. Durch geschickte Kombination von Wind- und Sonnenenergie (50% und 40%) mit Wasserkraft (10%) und geografisch getrennter Kraftwerke gibt es keine absolute Flaute. (...)

Die technische Machbarkeit ist eigentlich keine Frage mehr, die es sich zu stellen lohnt (man schaue dazu nur mal im Scientific American). Viel wichtiger sind eigentlich folgende Fragen: Wollen wir weiterhin Milliarden für Rohstoffimporte ausgeben oder stattdessen dafür sorgen, dass der Großteil der Wertschöpfung im Land bleibt?


Wollen wir weiterhin an einer Energiewirtschaft festhalten, in der Gewinne privatisiert, ökologische als auch finanzielle Risiken jedoch von uns allen getragen werden oder wollen wir die Chance einer dezentralen Energieversorgung, an deren wirtschaftlichen Vorteilen prinzipiell jeder teilhaben kann?


Warum werden die erneuerbaren Energie als Kostentreiber bezeichnet, obwohl die versteckten Zusatzkosten der konventionellen Energieträger auch nach Jahrzehnten der Subvention im Jahr 2012 noch 2.5mal so hoch lagen wie die Förderung der erneuerbaren Energien durch das EEG (siehe Greenpeace Energy - Was Strom wirklich kostet)?

Fakt ist, dass die konventionellen Energieträger endlich sind und schon jetzt massive gesundheitliche, ökologische und politische Probleme verursachen. Warum machen wir es also nicht endlich richtig?


Mario Pursian,
Kirchhundem