Erster Schritt zum Bürgerwindpark

Attendorn..  Einstimmig, ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung hat der Rat der Stadt Attendorn gestern Abend der Bigge Energie grünes Licht gegeben, sich gemeinsam mit der Stadt und der Volksbank Bigge Lenne an einer Projektentwicklungsgesellschaft zu beteiligen, die die Planungen eines Bürgerwindparks beteiben soll.

Mit Blick auf den sich formierenden Protest im Repetal hatte Bürgermeister Pospischil daran erinnert, dass die vom Bund beschlossene Energiewende den Kommunen keine Alternative lasse, als der Windkraft „substanziellen Raum“ einzuräumen. Für Attendorn sind das 350 Hektar. Ziel sei es deshalb diese 350 Hektar in Vorrangflächen zu bündeln, weil nur so Windräder an anderer Stelle ausgeschlossen und eine Verspargelung der Landschaft verhindert werden könne.

Auch Bigge-Energie-Geschäftsführer Roland Schwarzkopf plädierte für die Weichenstellung in Richtung Bürgerwindpark, weil ansonsten Projektierer das Heft in die Hand nähmen, was für die Bigge Energie hohe Investitionskosten zu Folge haben könnte, da sie gesetzlich gezwungen sei, entsprechende Leitungen für jedes Windrad bereitzustellen.

Marius Becker (Grüne) übte Kritik an der Sparkasse und stellte die Frage, ob man die in kommunaler Trägerschaft befindliche Sparkasse nicht doch noch an ihre Aufgaben im Rahmen einer nachhaltigen Daseinsvorsorge erinnern könnte. Außerdem wollte er vom Bürgermeister wissen, ob die Absage der Sparkasse an der Beteiligung mit der Angst vor Reaktionen aus der Bevölkerung zu tun habe.

Pospischil erklärte, dass die strategische Gründe für die Nichtbeteiligung erklärt worden seien, man könne sie akzeptieren, teile sie aber nicht. Die „kommunale Keule“ zu schwingen hält Pospischil für unangebracht, weil die Stadt damit auch die Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg des Projektes übernehmen würde, das könne sie aber nicht.