Erst 300 Unterschriften

Der Olper "Pirat" Willi Hempelmann (links) und sein Piraten-Kollege Bastian Halbe hoffen auf zahlreiche weitere Unterschriften.für das Bürgerbegehren.
Der Olper "Pirat" Willi Hempelmann (links) und sein Piraten-Kollege Bastian Halbe hoffen auf zahlreiche weitere Unterschriften.für das Bürgerbegehren.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Bürgerbegehren hat offenbar an Fahrt verloren. Von den notwendigen rund 1 700 Unterschriften haben die Initiatoren erst etwas mehr als 300 zusammen.

Olpe..  Gerät das Bürgerbegehren gegen ein neues Olper Rathaus ins Stocken? Mitinitiator des Begehrens ist bekanntlich der Olper Piratensprecher Willi Hempelmann. Und der räumte gestern auf Anfrage unserer Zeitung ein: „Momentan haben wir erst rund 300 Unterschriften.“

Um das Bürgerbegehren erfolgreich auf die Schiene in Richtung Bürgerentscheid zu setzen, sind aber mindestens 1 700 Unterschriften von Kommunalwahl-berechtigten Olper Bürgern notwendig. Hempelmann räumt ein: „Ich dachte, es ging schneller“, fügt aber in einem Atemzug hinzu: „Ich war in den vergangenen Wochen beruflich stark eingespannt.“

Anfangserfolge mit Infoständen

Im Herbst des vergangenen Jahres hatten die Piraten unter anderem mit Info-Ständen auf dem Olper Marktplatz damit begonnen, die Olper über das Thema zu informieren und Unterschriften zu sammeln. Anfang Oktober hatte Hempelmann zwar bereits versichert, man fühle sich nicht unter Zeitdruck, wolle die 1 700 Unterschriften aber bis zum Jahresende gerne gesammelt haben. Wörtlich hieß es: „Wir haben uns zwar selbst das Ziel gesetzt, die 1 700 Unterschriften bis Jahresende beisammen zu haben, eine zeitliche Begrenzung gibt es aber offenbar nicht.“

Das neue Ziel, so Hempelmann jetzt, laute: „In den nächsten drei Monaten.“ Dafür wollen die Piraten und Unterstützer des Bürgerbegehren auch ,Klinken putzen’. Am nächsten Dienstag, 13. Januar, so Hempelmann, „werden wir uns noch einmal zusammen setzen und das weitere Vorgehen besprechen.“

Möglicherweise werde man Gruppen bilden, die in die Dörfer fahren und in die Häuser gehen sollten.

Schützenhilfe der SPD

Schützenhilfe erhielten die Piraten auch Ende Dezember von der Olper SPD, die sich in ihrem Mitteilungsorgan „Olper Durchblick“ ausführlich des Themas annimmt. In ihrem Beitrag zum Thema macht SPD-Kreistagsmitglied Christin-Marie Stamm unter anderem deutlich: „Die SPD Olpe stellt sich ..... eindeutig gegen die Festschreibung, einen Abriss unausweichlich mit einem Neubau zu verbinden.“ Abschließend appelliert sie an alle Bürger: „Unterschreiben Sie das Bürgerbegehren, damit die Stadt Olpe auf den Neubau eines Rathauses verzichtet.“ Eine Unterschriftenliste ist beigefügt.

Olpes SPD-Vorsitzender Wolfgang Wigger sagte auf Anfrage: „Wie viele Rückläufer da zu erwarten sind, steht noch nicht fest.“ Er verweise bei Rückfragen auf Willi Hempelmann.