Erneuter Brand in geplanter Flüchtlingsunterkunft in Kirchhundem

Feuerwehrleute vor der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Kirchhundem-Rinsecke.
Feuerwehrleute vor der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Kirchhundem-Rinsecke.
Foto: Werner Riedel
Was wir bereits wissen
In einer geplanten Flüchtlingsunterkunft hat es erneut einen Brand gegeben. Der Staatsschutz ermittelt nach der Tat vom Sonntagabend.

Kirchhundem.. In einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Kirchhundem-Rinsecke hat es erneut gebrannt. Anwohner bemerkten am Sonntagabend gegen 22 Uhr einen Feuerschein aus dem Haus und alarmierten die Rettungskräfte. Nach ersten Erkenntnissen hatten die unteren Stufen einer Treppe gebrannt.

Mit Ziegelstein Fenster eingeworfen

Der oder die Täter hatten mit einem Ziegelstein eines der Sprossenfenster links neben der Haustür eingeworfen, dann das Fenster geöffnet und waren eingestiegen. Danach legten sie wohl Feuer an der Holztreppe. Die ersten Treppenstufen sind komplett weggebrannt. Der Schaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. "Wir gehen davon aus, dass Brandbeschleuniger benutzt wurde", so die Ermittler.

Nicht der erste Vorfall

Dem aktuellen Brand gehen drei Taten aus der näheren Vergangenheit voraus. Im März 2015 hatten unbekannte Täter einen erheblichen Wasserschaden verursacht, im Dezember entstand bei einer Brandstiftung geringer Sachschaden und im Januar entstand erneut ein Sachschaden, als Unbekannte in das Gebäude eindrangen und mehrere Wasserhähne aufdrehten (Schaden 1000 Euro).

Da ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht auszuschließen ist, übernahm der Staatsschutz Hagen die Ermittlungen. Aufgrund der vorangegangenen Taten ist bereits eine Ermittlungskommission eingesetzt. Die wurde nach dem Vorfall am Sonntagabend von drei auf fünf Ermittler aufgestockt.

Noch keine Informationen gibt es bisher darüber, ob die bereits vor Monaten von den Behörden angekündigte Videoüberwachung bereits eingerichtet wurde.