Erinnern an Maria Theresia Bonzel

Zahlreiche Gläubige säumten gestern den Weg vom Mutterhaus der Franziskanerinnen zur St. Martinus-Kirche. Zunächst machte die Prozession Station beim Josefshaus.
Zahlreiche Gläubige säumten gestern den Weg vom Mutterhaus der Franziskanerinnen zur St. Martinus-Kirche. Zunächst machte die Prozession Station beim Josefshaus.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Lichterprozession führte vom Mutterhaus in die Martinus-Kirche.

Olpe..  Etwa 100 Gläubige gedachten heute Abend in einer Lichterprozession der erst vor gut einem Jahr selig gesprochenen Maria Theresia Bonzel. Die Franziskanerinnen wollten den Gedenktag 9. Februar zum Anlass nehmen, eine Verbindung vom Mutterhaus zur Martinus-Kirche im Herzen der Stadt zu schaffen und hatten sich deshalb für eine Prozession entschieden. Zunächst beteten die Gläubigen gemeinsam mit der Generaloberin Magdalene Krol und den Ordensschwestern für die Menschen in der Stadt, vor allem aber für die Armen und Kranken.

„Sprung in der Schüssel“

Station machte die Lichterprozession dann am Josefshaus, wo Hausleiter Reinhard Geuecke die Gläubigen begrüßte. Mit der chinesischen Geschichte vom „Sprung in der Schüssel“ und der Weisheit, dass auch aus Fehlerhaftem Gutes entstehen kann, wurden die Gläubigen dort an die Schwächen erinnert, die jeder Mensch an und in sich trage, und die er an sich und an anderen akzeptieren müsse. Auch Gott nehme jeden Menschen mit all seinen Unzulänglichkeiten an, eben mit dem „Sprung in der Schüssel“.

Passagen aus Briefen vorgelesen

Auf dem weiteren Weg zur Martinus-Kirche hatten die Gläubigen Gelegenheit, sich über das, was sie gehört hatten, auszutauschen. bevor sie in der Kirche ihre Lichter rund um ein Bild von Maria Theresia Bonzel aufstellen konnten, um der seligen Ordensgründerin zu gedenken, die am 6. Februar 1905 starb und am 9. Februar beerdigt wurde. Der Tag der Beerdigung ist zum Gedenktag gewählt worden. In Gedenken an Maria-Theresia Bonzel wurden in der Martinus-Kirche noch Passagen aus ihren Briefen und Schriften vorgelesen, bevor die Franziskanerinnen die Gläubigen noch zu einem gemütlichen Teil mit Glühwein und Punsch einluden.