Endlich tut sich was am Kleffweg

Ganz schön wüst siehtz es derzeit im Laubwald auf beiden Seiten des Kleffwegs aus. Die Albaumer Bevölkerung will in Absprache mit Gemeinde und Forstamt "Klar Schiff" machen.
Ganz schön wüst siehtz es derzeit im Laubwald auf beiden Seiten des Kleffwegs aus. Die Albaumer Bevölkerung will in Absprache mit Gemeinde und Forstamt "Klar Schiff" machen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach vierjähriger Vollsperrung ist eine Wiederöffnung des Kleffwegs zwischen Ober- und Niederalbaum in Sicht.

Albaum..  Nach vierjähriger Vollsperrung ist eine Wiederöffnung des Kleffwegs zwischen Ober- und Niederalbaum in Sicht. Albrecht Sandholz: „Wenn alles gut geht, kann der Schützenzug an unserem Schützenfest am 27. und 28. Juni wieder über den Traditionsweg marschieren.“

In den letzten Tagen hat ein Lennestädter Forstunternehmen im Laubwald am Steilhang, an dem sich der Klaffweg hinschlängelt, mächtig Dampf gemacht. Problembaumkletterer haben die mächtigen, ca. 80 bis 150 Jahre alten Eichen ihrer Krone beraubt, bevor die ebenso mächtigen wie wertvollen Stämme gefällt und gelagert werden konnten. Insgesamt 44 Eichen bringen ein nettes Sümmchen ein.

Schwierige Arbeitsbedingungen

Angesichts der schwierigen Arbeitsbedingungen im Steilhang wurde der Faußweg ganz schön in Mitleidenschaft gezogen. Das Kronholz liegt noch zwischen den Bäumen, am Fuße des Berges türmen sich gewaltige Abraumpolter. In Absprache mit Gemeinde und Förster will die Albaumer Dorfgemeinschaft jetzt alles daran setzen, diese Äste und dünneren Stämme als Brennholz zu verwerten. Die ersten Verkäufe zu günstigen Konditionen habe der Förster bereits getätigt. Bauamtsleiter Martin Leise bestätigte in der Bauausschusssitzung das derzeit chaotische Erscheinungsbild am Kleffweg. Die Gewinnung von Brennholz könne über die Fußgängerbrücke aber durchaus per Schubkarre erfolgen.

Es geht auch günstiger

Hatte ein Gutachter nach der Sperrung des Weges vor vier Jahren doch allen Ernstes allein für die Hangbefestigung eine Summe von 600 000 Euro veranschlagt, so zeigte eine weitere Expertise, dass es auch günstiger geht. Sandholz: „Die Ausschreibung der Bezirksregierung ist gelaufen, ein Wilnsdorfer Unternehmen hat den Zuschlag bei 242 000 Euro erhalten. 80 Prozent zahlt das Land im Rahmen der Flurbereinigung, 20 Prozent die Gemeinde Kirchhundem. Darin enthalte sei neben der Hangsicherung auch die Herstellung des gesamten Weges samt Zaun zur steil abfallenderTalseite.

Was die Dorfgemeinschaft besonders freut: In Abstimmung mit Forstamt und Gemeinde wurden die mächtigen Eichen entlang des Klaffweges in einer Höhe von etwa einem Meter abgesägt. Hier könnte, so Sandholz, auf allgemeinen Wunsch ein kleiner, künstlerisch gestalteter Skulpturenpfad entstehen.

„Wir sind froh, dass das jetzt läuft. - auch wenn es derzeit noch etwas wild aussieht“, so Sandholz