Ende im Straßenstreit

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In Form eines gemeinsamen Vorschlags von Anwohnern und Verwaltung soll dem Finnentroper Rat vorgeschlagen werden, die Josefa-Berens-Straße und Maria-Kahle-Straße umzubenennen.

Finnentrop..  In Form eines gemeinsamen Vorschlags von Anwohnern und Verwaltung soll dem Finnentroper Rat vorgeschlagen werden, die Josefa-Berens-Straße und Maria-Kahle-Straße umzubenennen. Das gab Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß gestern Nachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz, bei der auch vier Anwohner vertreten waren, bekannt.

Die Josefa-Berens-Straße soll künftig „Alte Mark“ heißen, aus der Maria-Kahle-Straße wird wahrscheinlich „An der Legge“. Die Anwohner hatten hier ursprünglich „Zur Legge“ vorgeschlagen, um aber Verwechselungen mit der Straße „Zur Egge“ zu vermeiden, wird man sich vermutlich auf „An der Legge“ einigen.

Am Montag dieser Woche hatten sich Verwaltung und 35 Anwohner zusammengesetzt. „In vertraulicher Atmosphäre“, so Heß, „fand ein offenes Gespräch statt, in der alle Beteiligten Gelegenheit hatten, sich den Frust von der Seele zu reden.“ Alle hätten sich gleichermaßen betroffen über die Entwicklung gezeigt, gleichwohl sei aber konstruktiv nach vorne geschaut worden. Zwar seien auch Vorbehalte gegen eine Straßenumbenennung geäußert worden, es sei aber deutlich geworden, dass man aus der auch für das Image der Anwohner negativen Debatte endgültig herauskommen wolle.

Einvernehmen gab es auch über eine finanzielle Entschädigung der Anwohner für die Folgen, die sich aus der Umbenennung ergeben. Ebenfalls hat die Gemeinde zugesagt eine Liste zu erstellen, in der all die Dinge aufgelistet werden sollen, die von den Anwohnern bedacht werden müssen.

Bernard Schmidt (Josefa-Berens-Straße) kritisierte aus Sicht der Anwohner, dass der Streit um die Namen zu einer parteipolitischen Auseinandersetzung geworden sei: „Das gefährdet den Zusammenhalt aller Demokraten.“

Schlecht angekommen sei in den beiden Straßen auch, dass die FÜR-Fraktion gleich Ersatznamen vorgeschlagen habe nach dem Motto: Wir wissen, was gut für euch ist. Nach dieser Auseinandersetzung sei den Anwohnern an einer möglichst neutralen Benennung gelegen gewesen.

Bürgermeister Dietmar Heß äußerte die Hoffnung, dass jetzt ein Schlussstrich gezogen werden könnte unter eine leidige Angelegenheit, die natürlich auch Spuren hinterlassen habe. Dieses betreffe den Umgang im Rat miteinander, aber auch das Verhältnis der Medien zu den Akteuren und den Umgang von Heimatfreunden mit der Gemeinde. Heß: „Mich hat die sprachliche Radikalität sehr betroffen gemacht, die Intoleranz gegenüber abweichenden Meinungen, die Missachtung demokratischer Meinungsprozesse und auch eine Lust zu verletzen.“