Ende des Lebensabschnitts gefeiert

Abiturienten-Zug..  In Antwort auf den Beitrag von Herrn Klaus Steiner vom Mittwoch, dem 1. April, in dem er unseren Zug durch die Olper Innenstadt kritisiert: Ich bin einer der Abiturienten, die am 25. März durch die Stadt gezogen sind. Es steht außer Frage, dass vergangene Woche ein schreckliches Ereignis geschehen ist und wir empfinden alle Trauer und tiefstes Mitgefühl gegenüber den Hinterbliebenen der Opfer; ganz besonders den Eltern und Geschwistern der verstorbenen Schüler aus Haltern. Diese Trauer haben wir auch im Rahmen einer Schweigeminute am Freitagmorgen im Städt. Gymnasium Olpe geäußert und in zahlreichen Gesprächen untereinander kam unsere Bestürzung zum Ausdruck.


Trotzdem haben wir es uns nicht nehmen lassen, das Ende unserer Schulzeit im Rahmen einer Mottowoche zu feiern. Dazu gehörte auch das Motto „Schützenfest“ am Donnerstag, in dessen Rahmen wir einen Schützenzug durch die Stadt veranstaltet haben. Trotz der schrecklichen Ereignisse möchten wir das Ende eines für uns sehr wichtigen Lebensabschnitts feiern. Dass wir deswegen als unreif, ungebildet und ohne Mitgefühl für die Hinterbliebenen bezeichnet werden, halte ich für anmaßend und unangemessen und kann das so nicht hinnehmen. Ich denke, dass ich für den Großteil meiner Mitabiturienten spreche.


Henning Rosemeyer, Olpe, Abiturient am Städt. Gymnasium Olpe